Aarhus - Warum fürchten wir Monster?

Warum fürchten wir Monster?

Von: red
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Diese beiden Mädchen machen eine Monster-Schminkprobe für Halloween. Foto: dpa

Aarhus. „Fürchtest du dich?“ Viele finden es peinlich, auf so eine Frage mit „Ja!“ zu antworten. Dabei ist es ganz normal, sich zu fürchten. Zum Beispiel wenn man an Halloween gruselig verkleidete Gestalten sieht. Doch wovor genau haben Menschen überhaupt Angst?

Und warum lassen sich so viele trotzdem gern erschrecken, etwa in der Geisterbahn? Wir haben den Experten Mathias Clasen gefragt. Er ist Juniorprofessor am Anglistik-Institut der Aarhus University in Dänemark. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Analyse von Horrorliteratur und Gruselfilmen.

Wovor haben die meisten Menschen Angst?

Mathias Clasen: Besonders groß ist die Angst vor Dingen, die möglicherweise unser Leben in Gefahr bringen könnten. Schlangen, tiefe Gewässer, Wesen mit scharfen Zähnen – und vor allem vor der Dunkelheit. Dabei fürchten Menschen nicht das Dunkel selbst, sondern das, was sich möglicherweise darin verstecken könnte.

Wo kommen diese Ängste her?

Mathias Clasen: Manche Ängste entstehen in der Kindheit, etwa wenn wir sehen, wie unsere Eltern sich vor einer Sache besonders erschrecken. Andere Ängste, die sogenannten Urängste, liegen uns in den Genen. Dunkelheit gehört auch dazu. Unsere Vorfahren mussten beispielsweise befürchten, aus dem Dunkeln von gefährlichen Tieren angegriffen zu werden.

Und was ist mit Monstern? Warum fürchten wir uns vor denen? Die gab es doch noch nie – auch damals nicht.

Mathias Clasen: Trotzdem stellen die Monster unsere Ur-Ängste dar, in übertriebener Form. So haben die meisten Monster lange, spitze Zähne, genauso wie Tiere in der Urzeit. Und natürlich lauern sie gerne im Dunkeln. Diese Elemente machen sich zum Beispiel die Macher von Horrorfilmen gerne zunutze.

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