Sind Schlüsselblumen in Gefahr?

Von: red
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Sie blüht im Frühling: die Wiesenschlüsselblume. Sie wird im nächsten Jahr die „Blume des Jahres“ sein. Foto: dpa

Aachen. Schlüsselblumen entdeckt man bei Spaziergängen im Frühling an Wegesrändern und in Böschungen. Die Blumen stehen unter Naturschutz. Weil sie in manchen Regionen in Gefahr sind, haben Naturschützer sie am Mittwoch zur „Blume des Jahres 2016“ erklärt.

Wer Schlüsselblumen in seinem Garten haben will, muss sich jetzt darum kümmern. Denn Schlüsselblumen sind Kaltkeimer. Darunter versteht man Pflanzen, die für einige Zeit in frostiger Umgebung sein müssen, um später keimen zu können. Die niedrigen Temperaturen wecken die Blumen quasi auf wie eine kalte Dusche am Morgen uns Menschen.

Daher sollten die Frühlingsblüher im Herbst und während der Wintermonate ausgesät werden. Aber es darf auch nicht zu spät geschehen – rund vier bis acht Wochen Kältereiz, also Temperaturen von unter fünf Grad plus, sollten diese Pflanzen den Winter über ausgesetzt sein. Die Samen kommen in Kisten mit Erde. Zunächst lagern diese drei bis vier Wochen lang noch im Haus bei 15 bis 18 Grad Raumtemperatur. Dann stehen sie für rund eine Woche kühler bei etwa zehn Grad.

Und an einem Januartag ohne Frost dürfen die Aussaatkisten an einen geschützten Platz ins Freie gestellt werden. Am besten deckt man die Kisten mit einem Maschendraht ab. So schützt man die Samen vor hungrigen Vögeln. In deutschen Gärten findet man meist zwei Blumenarten: Die Hohe Schlüsselblume (primula elatior) und die Wiesenschlüsselblume (primula veris). Primula veris ist Lateinisch und heißt die Erste (primula) im Frühling (veris). Sie ist die „Blume des Jahres 2016“. Das soll dazu beitragen, dass die Blume bekannter wird und mehr Menschen sich für sie einsetzen.

Die Echte Schlüsselblume liebt viel Sonne und einen trockenen Boden.

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