Rosetta, Philae und Agilkia?

Von: red
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Aachen. Rosetta, Philae, Agilkia – woher kommen die ungewöhnlichen Namen, die bei der Kometen-Mission eine Rolle spielen?

Rosetta: Der Name für die Sonde Rosetta wurde in Anspielung auf den Stein von Rosetta (auch: Stein von Rosette) gewählt. Mit den Inschriften auf dem Stein von Rosetta konnten zum ersten Mal die ägyptischen Hieroglyphen entziffert werden. Der berühmte Stein befindet sich heute im Britischen Museum in London.

Philae: Der Name des Landegerätes Philae bezieht sich auf die Insel Philae. Sie befindet sich im Nil. Der Nil ist ein Fluss in Afrika. Er ist 6852 Kilometer lang und damit der längste Fluss der Welt. Auf der Insel Philae im Nil war ein Obelisk gefunden worden. Dieser trug in griechischer Schrift und in Hieroglyphen die Namen von Kleopatra und Ptolemäus. Das konnten sich die Gelehrten denken. Aber nun konnten sie anhand der Namen und dazugehörigen Schriftzeichen auch andere Zeichen entziffern. Dieses Projekt war ähnlich spannend und schwierig wie die Kometen-Mission. Die Kometen-Mission soll dazu beitragen, unsere kosmische Geschichte zu entschlüsseln. Das ist ähnlich aufregend wie damals die Entschlüsselung der Schrift.

Agilkia: Der für das Landegerät ausgesuchte Platz auf dem Kometen ist ebenfalls nach einer Insel im Nil benannt: Agilkia. Sie wurde 1980 der neue Standort für den Tempel von Philae. Der ursprüngliche Standort – die Insel Philae – war nach dem Bau eines Staudamms überflutet worden. Den Namen für den Landeplatz auf dem Kometen hat eine Jury in einem Wettbewerb aus 8300 Vorschlägen ausgewählt. Vorher hieß der Platz auf dem Himmelskörper schlicht und kurz „J“.

67P/Tschurjumow-Gerassimenko: Der Komet, der erforscht werden soll, wird auch kurz Tschuri genannt. Zehn Jahre war Rosetta zu dem Kometen Tschuri unterwegs. Mehr als 6,4 Milliarden Kilometer hat Rosetta dabei zurückgelegt. Die Raumsonde war am 2. März 2004 mit einer Ariane-5-Rakete von der Weltraumstation Kourou in Französisch-Guayana gestartet, Philae huckepack dabei.

So interessant Tschuri sein mag, Urlaub möchte auf dem Kometen wohl niemand machen. Es ist dort kalt und dunkel. Trotz Sonnenlichts sei es dort finster wie in einem Kohlenkeller. Das hat Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut (MPI) für Sonnensystemforschung in Göttingen gesagt. Er ist Leitender Wissenschaftler der Landemission.

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