Ganz schön raffiniert

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Ein Brazuca von Adidas bei der Herstellung, der Ball für die Weltmeisterschaft in Brasilien: Heute werden die Einzelteile eines Fußballs nicht mehr genäht, sondern miteinander verklebt. Foto: dpa

Für Fußball-Fans ist es der Höhepunkt des Sommers: die Weltmeisterschaft in Brasilien. Auch bei uns werden sich viele Leute die Spiele im Fernsehen angucken. Ob es die deutsche Mannschaft ins Finale schafft, weiß noch keiner. Eine wichtige Sache aus Deutschland wird aber im Endspiel sicher dabei sein: der Ball.

Schon seit vielen Jahren entwickelt die Firma Adidas die Fußbälle für die Turniere. Der Ball für die WM 2014 heißt Brazuca (gesprochen: Brasuka). Das Wort bedeutet so viel wie Gefühl, Stolz und Herzlichkeit. Auf dem Ball sind unter anderem viele bunte Bänder zu sehen. Und im Ball selbst steckt jede Menge Technik.

„Der Brazuca besteht aus mehreren Schichten“, erklärt Jochen Raff. Er hat den Ball zusammen mit anderen Experten in Deutschland entwickelt. „Ganz innen befindet sich die Blase aus einem Stoff namens Butyl. Der hält die Luft besonders gut.“ So soll der Ball nicht so schnell platt werden. Auf der Blase ist eine besondere Schicht. Darauf haben Fachleute eine Art flüssiges Gummi gesprüht. „Das macht den Ball stabil und elastisch“, sagt Jochen Raff.

Erst nach einer weiteren Schicht aus einem Kunststoff-Schaum kommt die äußere Ball-Hülle. Bei Fußbällen besteht sie oft aus vielen, sechseckigen Einzelstücken. Doch der Brazuca ist anders: Seine Hülle besteht aus sechs gleichen Teilen. Die sehen so aus wie Blüten mit je vier Blättern. Die Blätter passen wie ein Puzzle zusammen und ergeben eine runde Kugel.

Eine solche Hülle habe viele Vorteile, sagt Jochen Raff über den WM-Ball. „Er behält gut seine Form und auch sein Gewicht. Denn der Ball saugt im Regen so gut wie kein Wasser auf.“ Außerdem hat der WM-Ball viele kleine Noppen – also winzige Erhebungen. Die fühlen sich ein bisschen an wie Gänsehaut. Durch die Noppen soll der Ball nicht so leicht vom Fuß rutschen und besser fliegen.

So ein Fußball ist also ganz schön ausgeklügelt. Die Fachleute haben auch etwa zweieinhalb Jahre lang an dem WM-Ball getüftelt. Weil so viel Forschung und Technik im Brazuca steckt, ist er recht teuer. Ein echter WM-Ball kostet rund 130 Euro. Die Firma Adidas verkauft aber auch Brazuca-Bälle, die weniger kosten. Die haben dann zum Beispiel keine Noppen und sind aus einem anderen Kunststoff gemacht. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien kicken die Spieler aber natürlich nur mit dem echten Brazuca.

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