Düsseldorf - Zulassungsbeschränkungen für Refendare in NRW

Zulassungsbeschränkungen für Refendare in NRW

Von: dpa
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Düsseldorf. Für Referendariats-Bewerber an Gymnasien und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen gelten von diesem Sommer an Zulassungsbeschränkungen.

Rund 600 angehende Lehrer gehen bei der Vergabe der Plätze zunächst leer aus, teilte ein Sprecher des Schulministeriums am Mittwoch mit und bestätigte damit einen Bericht der „Neuen Westfälischen”. Grund sei, dass die Bewerberzahl in diesem und den kommenden Jahren unerwartet hoch sei und deutlich über der Zahl der im Haushalt veranschlagten Referendarsplätze liege.

Außerdem wird die Bewerbungsfrist für Referendare bis zum 18. Juni verkürzt. Darüber würden die Bewerber von den Regierungsbezirken per Post informiert. Für die Lehramtsanwärter im Gymnasialbereich, die erst bis zu den Sommerferien ihr Staatsexamen bestehen, bedeutet das, dass sie von dieser Bewerbungsrunde ausgeschlossen sind. Sie könnten dann beim nächsten Einstellungsverfahren zum 1. Februar 2011 teilnehmen, hieß es weiter. Die Wartezeit werde ihnen gutgeschrieben.

Den Hochschulabsolventen, die jetzt nicht zum Zuge kommen, werden übergangsweise Vertretungstätigkeiten an den Schulen angeboten; diese Tätigkeiten könnten unter entsprechenden Voraussetzungen „großzügig” auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden.

In das Auswahlverfahren fließt zu 60 Prozent die Note des ersten Staatsexamens ein, zu 25 Prozent die Wartezeit, zu 10 Prozent der Bedarf für Mangelfächer und zu fünf Prozent soziale Härtesituationen.

Mit rund 65.000 Lehramtsstudenten und derzeit etwa 16.800 Referendaren werden in NRW nach Angaben des Ministeriums mehr Lehrer als in den anderen Bundesländern ausgebildet. Ein Drittel der Referendariats-Bewerber kommt aus anderen Bundesländern. Neben dem 1. August als bisherigen regulären Einstellungstermin können Referendare seit 2007 auch zum 1. Februar ihren Schuldienst beginnen. Damit sollen Wartezeiten für Hochschulabsolventen verkürzt werden.

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