Zöllner fordert vernünftige Umsetzung der Reform an Hochschulen

Von: ddp
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Berlin. Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hat für die aktuellen Studentenproteste „in vielen Bereichen grundsätzlich Verständnis”. Beispiele seien der Protest gegen Studiengebühren und die Forderung nach dem Ausbau des BAföG, sagte Zöllner am Dienstag.

Dennoch steht der SPD-Politiker zum sogenannten Bologna-Prozess und der daraus resultierenden Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen. Dies bedeute aber nicht, „dass wir nicht darauf achten müssen, dass die Reform vernünftig umgesetzt wird”.

Der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz (parteilos), sagte am selben Tag im RBB-Inforadio, die Hochschulen müssten aus den Fehlern der Vergangenheit ihre Lehren ziehen. So sollte es angemessene und transparente Anerkennungsregeln für Studienleistungen geben. „Wenn jemand in Berlin von der Humboldt-Uni zur Freien Universität im selben Fach wechselt und dann seine Studiennachweise nicht anerkannt bekommt, dann ist was faul im Staate Dänemark”, fügte Olbertz hinzu.

Auch Olbertz äußerte Verständnis für den Protest der Studenten. „Die herkömmlichen Studiengangstrukturen wurden einfach komprimiert und in die äußere Form eines Bachelor-Studiengangs gepresst”, sagte er. Dies habe „zu dieser enormen stofflichen Überlastung und allgemeinen Hast geführt, die die Studenten völlig zu Recht beklagen”.

Nach dem Bildungsstreik im Sommer gehen Studenten und Schüler erneut für bessere Lernbedingungen auf die Straße. Eine zentrale Demonstration sollte nach Angaben der Organisatoren am Dienstag in Berlin stattfinden. Weitere Demonstrationen waren unter anderem in Heidelberg, Bayreuth, Nürnberg, Münster, Aachen, Köln, Bonn und Essen geplant.

Im Zentrum der Proteste steht der Unmut über das neu eingeführte System von Bachelor- und Masterstudiengängen. Die Studenten klagen über eine zu starke Verschulung mit zu viel Lernstoff und fordern Korrekturen.
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