Aachen - Zehn Jahre Technik-Kommunikation an der RWTH

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Zehn Jahre Technik-Kommunikation an der RWTH

Von: Elisa Zander
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Zum zehnjährigen Geburtstag der Studienrichtung Technik-Kommunikation gratuliert auch Aloys Krieg. Der Prorektor der RWTH lobt zugleich die Verbindung aus Geistes- und technischen Wissenschaften in dem Studiengang. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Als Professor Ludwig Jäger im Mai 1987 an der RWTH seine Idee für einen neuen Studiengang „Technischer Redakteur” vorstellte, waren sämtliche Verantwortlichen begeistert.

Jägers Vision, Technik mit den Geisteswissenschaften in einem Studiengang zu kombinieren, nahm Form an, und vor zehn Jahren wurde die Studienrichtung „Technischer Redakteur” an der RWTH etabliert. Auf dieses Jubiläum sind Ludwig Jäger und die heutige Koordinatorin des Studiengangs, Professorin Eva-Maria Jakobs, mit Recht stolz.

Unter der Schirmherrschaft des Prorektors der RWTH Aachen, Aloys Krieg, beging die Koordinationsstelle den Geburtstag jetzt mit einem „Tag der Technik-Kommunikation”, wie die Studienrichtung seit dem Jahr 2005 heißt.

Aloys Krieg lobte die Vereinigung der Geistes- und technischen Wissenschaften, die in dieser Form auch ein Vorreiter für das neu gestartete Projekt „Humtec” sei. Außerdem äußerte er sich zu den aktuellen Studentenprotesten bezüglich der Problematik in den Bachelor- und Master-Studiengängen: „Wir betrachten die Umstellung als ein Muss, dass nicht umgekehrt werden kann.”

Er gab jedoch zu, dass die Umstellung der Studiengänge nicht optimal verlaufen sei und nun kritisch hinterfragt werden müsse. Dazu soll der Dialog mit den Studenten gesucht und genutzt werden. „Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen und uns selber, aber auch die Politik in die Pflicht nehmen.”

Als eine deutliche Verbesserung des Studienangebots charakterisierte Dr. Margrethe Schmeer, Bürgermeisterin der Stadt Aachen, die Etablierung der „Technik-Kommunikation”. Ein Angebot, dass sie auch selber gerne in ihrer Studentenzeit wahrgenommen hätte.

„Einzigartig”

Dass die Etablierung neuer Studiengänge nicht einfach, sondern eine große Herausforderung und manchmal auch eine Frustrationsstrecke mit sich bringen, betonte Professor Armin Heinen, Prodekan der Philosophischen Fakultät.

Doch die Arbeit und Anstrengung trägt Früchte, wie auch Dr. Michael Fritz, Geschäftsführer der Gesellschaft für Technische Kommunikation weiß. „Der Studiengang Technik-Kommunikation der RWTH ist einzigartig.” Dabei seien deutschlandweit über 85000 Menschen im Feld der technischen Kommunikation in Unternehmen tätig. Und immer noch gäbe es über 3200 offene Stellen. „Ein krisensicherer Job”, sagte Fritz.

Das bestätigt auch Christoph Ptock, Vertreter der Fachschaft Kommunikationswissenschaften. Die Brücke zwischen Geistes- und Ingenieurswissenschaften zu schlagen, sei genial, die Alumni vielseitig einsetzbar. Dennoch bemängelte er die fehlende Prominenz des Studiengangs.

Der Studiengang „Technik-Kommunikation” boomt. 124 Studenten entschieden sich allein im ersten Jahr für den Studiengang. Bis heute hat sich die Zahl konstant erhöht. Auch die Frauenrate ist hoch - im Schnitt liegt sie bei 38 Prozent. „Der Studiengang ist eben ein lebendiges, anspruchsvolles und einmaliges Konstrukt”, sagte Jakobs.
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