Zahl der BAföG-Empfänger steigt

Von: ddp
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Bafög
Immer mehr Studenten bekommen Bafög. Foto: dpa

Wiesbaden. Die Zahl der BAföG-Empfänger ist gestiegen. Im vergangenen Jahr bekamen rund 873.000 Schüler und Studenten die Ausbildungsförderung, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 51.000 oder sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

Unter den Geförderten waren knapp 323.000 Schüler (+ 3,5 Prozent) und 550.000 Studenten (+ 7,8 Prozent).

Laut Statistik erhielten 49 Prozent der BAföG-Empfänger eine Vollförderung, also den maximalen Förderungsbetrag. Die Höhe dieses Betrages hängt von der Ausbildungsstätte (etwa Berufsfachschule oder Hochschule) und der Unterbringung (etwa bei den Eltern oder auswärts) ab. 51 Prozent bekamen eine Teilförderung. Diese fällt an, wenn das Einkommen der Geförderten oder ihrer Eltern bestimmte Grenzen übersteigt. Wie schon 2008 wohnten 31 Prozent aller Geförderten bei ihren Eltern und 69 Prozent außerhalb des Elternhauses.

Bund und Länder gaben im vergangenen Jahr rund 2,7 Milliarden Euro für das BAföG aus - 371 Millionen Euro oder rund 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Durchschnitt erhielten geförderte Schüler monatlich 346 Euro pro Person (+ 24 Euro) und geförderte Studenten 434 Euro pro Kopf (+ 36 Euro).

Die Bundesregierung will das BAföG erneut anheben. Die Bedarfssätze sollen um zwei Prozent steigen. Der neue Höchstsatz läge dann bei 670 Euro. Um den Kreis der BAföG-Empfänger zu erweitern, sollen auch die Einkommensfreibeträge um drei Prozent angehoben werden. Die Länder meldeten jedoch finanzielle Bedenken an und stoppten die Erhöhung vorerst im Bundesrat. Nun muss der Vermittlungsausschuss darüber verhandeln. Das BAföG wird zu 65 Prozent vom Bund und zu 35 Prozent von den Ländern finanziert.

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