Weniger Ausländer an deutschen Unis

Von: dpa
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Studenten/ Hörsaal
Die Zahl der ausländischen Studenten ging im Jahr 2008 um rund 13.000 auf 233.606 zurück. Foto: ddp

Bonn. An deutschen Hochschulen ist die Zahl ausländischer Studenten erstmals seit Jahren wieder gesunken. Das geht aus dem am Donnerstag in Bonn vorliegenden Jahresbericht „Wissenschaft weltoffen 2009” des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) hervor.

Danach ging die Zahl der ausländischen Studenten im Jahr 2008 um rund 13.000 auf 233.606 zurück. Rückgänge gab es vor allem bei Studenten aus Osteuropa. Ein Grund könnte die Einführung von Studiengebühren sein.

Jeder Achte der insgesamt 1,94 Millionen Studierenden, die sich 2008 an einer deutschen Hochschule eingeschrieben hatten, war Ausländer. Deutschland hatte damit nach den USA und Großbritannien die meisten ausländischen Studierenden.

Aus China kam - wie seit Jahren schon - auch 2008 mit großem Abstand die größte Gruppe: Knapp 24.000 Chinesen studierten in Deutschland. Aus Polen als nächst größerem Herkunftsland kamen rund 10.000 Studierende. Die Hälfte aller ausländischen Studierenden stammte aus europäischen Staaten - vor allem aus Polen, Russland und der Türkei. Aus amerikanischen Ländern kamen nur rund sechs Prozent.

Wie schon in den Vorjahren hatten auch 2008 die Länder Bremen, Saarland und Berlin die höchsten Anteile an ausländischen Studenten. In Berlin kommt inzwischen jeder vierte Studienanfänger aus dem Ausland.

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