Web-Vorlesungen können zu mehr eigenständigem Lernen anregen

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Hannover. Web-Vorlesungen können nach Expertenmeinung zu mehr eigenständigem Lernen anregen. „Viele Studenten kommen in die Vorlesung, malen dann Folien ab und denken, sie hätten viel für ihr Studium getan - das ist aber eine Illusion”, sagte Prof. Rolf Arnold von der Technischen Universität Kaiserslautern auf der Bildungsmesse Didacta (noch bis 14. Februar) in Hannover.

Lernen müsse vielmehr auf dem Prinzip der Selbstständigkeit basieren, um effektiv zu sein.

Frontalunterricht und „Lernen im Gleichschritt” seien hoffnungslos veraltete Methoden, so Arnold. Das Modell des „verteilten Lernens” bei Web-Vorlesungen biete dagegen wesentlich mehr Flexibilität: Studenten könnten so lernen, wann sie und wie lange sie wollen. Auch ließen sich Vorlesungen im Internet mit Begleitaufgaben versehen, so dass Studenten nicht nur zuhören, sondern auch selbst aktiv werden müssen.

Solche E-Learning-Angebote dürften daher nicht nur Fachinformationen zum Herunterladen beinhalten, die Studenten dann wie in der Vorlesung in der Hochschule nur abschreiben, ohne sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen und das Wissen in Eigenregie anzueignen. Dann duplizierten sich nur die Fehler des Frontalunterrichts in herkömmlichen Vorlesungen. „Learning per Downloading” funktioniere nicht: Denn auch gute Technologien könnten eine schlechte Didaktik nicht retten.

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