Vier von fünf Studiengängen führen zu Bachelor und Master

Von: dpa
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Bonn. Vier von fünf Studiengängen in Deutschland (80,5 Prozent) enden inzwischen mit dem Bachelor- oder Master-Abschluss.

Das hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn ermittelt. In diesem Sommersemester könnten sich Bewerber zwischen 10 806 Bachelor- und Masterstudiengängen an den deutschen Hochschulen entscheiden. Damit ist die Zahl seit dem Semester zuvor um vier Prozent gestiegen.

Die Umstellung kommt je nach Bundesland aber unterschiedlich schnell voran. Am höchsten ist der Anteil an Studiengängen mit den neuen Abschlüssen in Niedersachsen (rund 97 Prozent), gefolgt von Hamburg und Berlin (je knapp 96) sowie Schleswig-Holstein und Brandenburg (je rund 94). Danach kommen Rheinland-Pfalz (fast 92) und Bremen (gut 89). Schlusslichter sind Bayern (gut 63), Mecklenburg-Vorpommern (rund 61) und das Saarland (rund 60).

Von den 2615 noch nicht umgestellten Studiengängen sind die meisten (1918 beziehungsweise 73 Prozent) solche mit staatlichen oder kirchlichen Abschlüsse. Das betrifft unter anderem die Fächer Jura und Medizin, in denen die Umstellung vom Staatsexamen auf die neuen Abschlüsse weiterhin umstritten ist. Aber auch viele Lehramtsstudiengänge sind noch nach dem alten System gestaltet.

Im Saarland zum Beispiel enden alle Studienangebote für angehende Pädagogen weiterhin mit dem Staatsexamen. In Sachsen-Anhalt liegt der Anteil der Bachelor- und Masterstudiengänge im Lehramt bei rund 2 Prozent. Ähnlich niedrig ist er in Mecklenburg-Vorpommern (3 Prozent), Hessen und Baden-Württemberg (je rund 5) sowie Bayern (knapp 6). Dagegen ist das Studienangebot für Pädagogen in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereits komplett umgestellt.

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