Uni Münster verbucht 184 000 Euro Studiengebühren falsch

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Münster. An der Universität Münster sind zum zweiten Mal in zwei Monaten falsch verbuchte Studiengebühren bekanntgeworden. Rund 184.000 Euro der Beiträge aus dem Wintersemester 2007/2008 wurden fälschlicherweise für die Anschaffung von Möbeln für Büro-, Seminar- und Institutsräume verwendet.

Das teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Dies habe eine interne Überprüfung ergeben. Bereits Ende Februar hatte sich herausgestellt, dass etwa 55 000 Euro der Gebühren aus dem Sommersemester 2008 nicht entsprechend der Beitragssatzung eingesetzt worden waren. In beiden Fällen seien die Gelder inzwischen wieder auf das richtige Konto umgebucht, hieß es.

Die 184.000 Euro stünden wieder komplett für die Verbesserung der Qualität von Lehre und Studienbedingungen zur Verfügung, hieß es. Zu den korrekten Verwendungszwecken gehört die Anschaffung von Büchern, Computern oder Software. Prinzipiell können auch Möbel gekauft werden. Doch müssen stets mehrere Gremien der Investition zustimmen.

Nachdem die Hochschule bei der ersten Fehlbuchung im Februar noch von einem „Versehen” gesprochen hatte, begründet sie die Ursache mittlerweile mit einer nicht vorsätzlichen „Falsch-Entscheidung”. „Bei der Buchung der Beträge hat aber niemand absichtlich einen Fehler wiederholt”, sagte Pressesprecher Norbert Frie. Grund sei eine falsche Interpretation für das Verwaltungsbudget der Studiengebühren.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Hochschulen werde der Verwaltungsanteil an der Uni Münster nämlich nicht als Pauschale prozentual von den eingenommenen Studiengebühren abgezogen, sondern entsprechend der Ausgaben „spitz” auf Euro und Cent abgerechnet.

Für die Zukunft kündigte die Hochschule an, dass solche Buchungspannen künftig nicht mehr geschehen werden. Auch könne ausgeschlossen werden, dass es im Wintersemester 2008/2009 zu erneuten Fehlbuchungen gekommen sei.

„Organisatorische Maßnahmen in der Universitätsverwaltung” würden sicherstellen, dass „nur unmittelbar durch die Verwaltung und Verwendung der Studienbeiträge entstehende Kosten als Verwaltungskosten abgerechnet werden”.

Die Homepage wurde aktualisiert