Aachen - Übergriff auf Protestcamp vor SuperC

Übergriff auf Protestcamp vor SuperC

Von: mik
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Polizei hat ein „umfangreiches Ermittlungsverfahren” wegen Körperverletzung eingeleitet gegen Personen, die im Verdacht stehen, im Umfeld des Protestcamps der Bildungsstreiker am Super C provoziert und Passanten angegriffen zu haben.

Zeugen zufolge handelt es sich dabei um Neonazis, die Polizei wollte auf Anfrage dazu keine Angaben machen. Das Camp selbst wurde in der Nacht zu Dienstag aus Angst vor weiteren Übergriffen auf die Studierenden von Polizeistreifen und Hochschulwache überwacht.

Wie berichtet, zelten derzeit Studierende vor der RWTH, um auf mangelnde Bildungschancen aufmerksam zu machen. Nachdem am Montagabend ein Neonazi im Umfeld Bildungsstreiker provoziert und fotografiert haben soll, haben ihn die Studierenden aufgefordert, sich zu entfernen. Wie Jens Wegener, einer der Campsprecher, berichtet, habe er kurz darauf einen Schlagstock gezückt und damit gedroht. Zudem habe er „Kameraden” herbei telefoniert. Später wurden mehrere Neonazis im Umfeld gesehen.

Wegen eines Vorfalls rund eine Stunde nach dem ersten Zwischenfall hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen, bestätigte Polizeisprecher Paul Kemen. Nach „Nachrichten”-Recherchen sollen dabei mehrere Neonazis Passanten im Umfeld der Straße Marienbongard angesprochen haben, ob sie „vom Super C kommen”. Dann sollen die Angreifer die Personen mit Stöcken beworfen und mit einer nach Essig riechenden Flüssigkeit bespritzt haben.

In letzter Zeit hatten Rechte mehrfach Linke attackiert. Studierende hatten zudem von einer Bildungsstreik-Demonstration im November 2009 zwei Neonazis ausgeschlossen. Einen davon wollen sie am Montagabend wieder erkannt haben. Wegner sagte, man lasse sich vom „rechten Terror” nicht einschüchtern.
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