Tropical Forestry: Das Studium zum Regenwaldschützer

Von: dpa
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Dresden. Dass der Klimawandel aufgehalten werden muss, darüber sind sich alle einig. Wie das passieren soll, darüber streiten Politiker aber seit langem.

Dem Schutz des Regenwaldes kommt in jedem Fall eine Schlüsselrolle zu. Denn an der wachsenden Bedrohung durch den Treibhauseffekt lässt sich kaum etwas ändern, wenn der Raubbau in den Tropen nicht gestoppt wird. Wie sich die „grüne Lunge” des Planeten erhalten lässt, das untersuchen Studenten in dem Fach „Tropical Forestry”.

Das Problem ist nicht nur, dass sich die Industrieländer derzeit nicht auf ein gemeinsames Klimaschutzabkommen einigen können. Denn hehre Ziele allein reichen nicht aus, wenn es an der Umsetzung hapert: „Die Konventionen kommen oft nicht vor Ort an”, sagt Prof. Jürgen Pretzsch, der das Fach an der TU Dresden lehrt. Studenten lernen dabei, mit den Menschen in den betroffenen Gebieten Projekte zu erarbeiten, um die Regenwälder zu schützen und nachhaltig zu wirtschaften.

Zu diesem Zweck erforschen Studenten die Ursachen für die Zerstörung des Regenwaldes, die von Armut über Korruption bis zur Profitgier von Unternehmen reichen. Bei diesem Punkt ist für Lösungsansätze eine globale Perspektive gefragt: Wie lässt sich der Handel mit Tropenholz unterbinden? Wie werden Firmen davon abgebracht, das Roden des Regenwalds zu unterstützen, um Weideland für Rinder oder Soja-Anbauflächen zu erhalten?

Im Studium geht es zum einen um naturwissenschaftliche Grundlagen. Deshalb stehen Fächer wie Waldökologie auf dem Lehrplan. Daneben beschäftigen sich Studenten mit ökonomischen Fragen der Waldnutzung. Und sie untersuchen zum Beispiel, wie sich der Tourismus mit dem Schutz der Natur in den Tropen verträgt.

Absolventen können später in der Entwicklungshilfe arbeiten. Jobs gibt es ebenfalls in der Tourismusbranche. Und auch Behörden sowie politische Organisationen haben Bedarf. Ein ähnliches Studienangebot wie in Dresden gibt es in Göttingen.

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