Studium an Wunschuni nicht wegen Gebühren aufgeben

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Berlin. Studiengebühren werden derzeit nur noch in fünf Ländern erhoben - Schulabgänger können sie also durch einen Umzug umgehen. Eine Gebührenflucht lohnt sich aber nicht unbedingt, wenn Bewerber dafür ein Studium an ihrer Wunschuni aufgeben müssen.

„Wenn ich vor der Frage stehe, wo ich studieren soll, würde ich das nicht nur von den Gebühren abhängig machen”, sagte Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Berlin dem dpa-Themendienst. „Wenn ich genau den Studiengang machen will und die Uni gute Bedingungen bietet, sollte ich dorthin gehen.” Ein Studienangebot zweiter Wahl anzunehmen, nur weil es keine Gebühren kostet, sei keine gute Idee.

Bisher gibt es ohnehin nicht viele, die sich von den Studiengebühren abschrecken lassen, wie eine Studie des Stifterverbandes in Essen zeigt. Demnach ist eine massenweise Flucht aus den Gebührenländern in den vergangenen Jahren ausgeblieben.

Die Zahlen der Studienanfänger belegten, dass aus gebührenpflichtigen Ländern nicht generell mehr Studienberechtigte abwandern als aus anderen Ländern. Negative Effekte der Gebühren seien daher nicht nachweisbar.

Dabei ist es im Prinzip nicht schwer, den Studiengebühren zu entgehen. Aktuell werden sie im Erststudium nur noch in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fällig. In Nordrhein-Westfalen will die rot-grüne Minderheitsregierung sie im kommenden Jahr abschaffen.

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