Studifest: Wissenschaft zum Mitmachen

Von: Daniel Gerhards
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Uni an der frischen Luft: Beim
Uni an der frischen Luft: Beim Studifest auf dem Markt zeigten Studierende an verschiedenen Ständen, was in ihrem Fachgebiet so alles erforscht wird. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Was hinter verschlossenen Hörsaal-, Seminar- und Labortüren an den RWTH geschieht, ist vielen Aachenern nicht bekannt. Doch die Studierenden der Hochschule wollen zeigen, was in ihren Fachrichtungen auf dem Plan steht.

Einen Ausschnitt aus dem großen Spektrum dessen, was Forschung und Lehre an der RWTH zu bieten haben, zeigten die Fachschaften, der Asta und der Projektverein Akademische Kultur (PAK) am Samstag beim Studifest auf dem Markt.

„Wir wollen der Aachener Bevölkerung näherbringen, was die einzelnen Fachrichtungen machen”, sagt Nina Thomas vom PAK. Bereits zum achten Mal veranstalten die angehenden Akademiker nun das Studifest, um zu zeigen, „dass Studis mehr machen, als lange schlafen und feiern”, sagt Nina Thomas. Dabei gehe es darum, den Aachenern einen Einblick in die Arbeit an der Universität zu gewähren. „Wir wollen die Hochschule transparenter machen. Die Hochschullandschaft prägt die Stadt. Man bekommt aber normalerweise nicht so viel davon mit, wenn man nur hier wohnt und sonst nichts mit der Uni zu tun hat”, so Nina Thomas.

„Wissenschaft zum Mitmachen” nennt sie das, was an den Ständen der 16 Fachschaften passiert. Und das geht auch ohne universitäre Vorbildung. Die Studenten sprechen „alle Aachener” und besonders „Familien mit Kindern” an. Junge und ältere Besucher konnten an allen Ständen Aufgaben erledigen. Wer alles schaffte, hatte am Ende ein „Studifest-Diplom” in der Tasche.

Am Stand der Fachschaft Geologie/Mineralogie musste man einen Dinosaurier ausmalen. Dazu zeigten Arne Grobe, Pierre Worringer und Malte Rebentisch Gesteine, Mineralien und Fossilien. Auch ihr Handwerkszeug - Lupe, Hammer und Meißel - hatten sie dabei. „Wir erklären den Leuten, wo das alles herkommt und welche Gesteine oder Mineralien das sind”, sagt Rebentisch. „Viele fragen auch nach der Entstehung von Kohle und der Entstehung der Eifel”, sagt er. Was sie dort erklären, haben die drei auch zu Beginn ihrer Hochschullaufbahn gelernt. „Das sind Grundlagen unseres Studiums. Die wollen wir einfach vermitteln”, sagt Rebentisch.

Bei der Fachschaft Metallurgie und Werkstofftechnik konnten sich die Besucher einen Motorblock, eine Felge und eine LKW-Kupplung anschauen. Zudem konnten sie sich daran versuchen, verschiedene Werkstoffe am Gewicht, Aussehen oder Oberflächenstruktur zu erkennen. Aluminium, Gusseisen, Stahl, Messing und einiges mehr musste man auseinanderhalten. „Die Leute interessieren sich sehr dafür. Auch die Erwachsenen spielen mit. Mit den Kindern macht das besonders viel Spaß”, sagt Brigitte Baumkötter von der Fachschaft.

Ganz so plastisch konnten die Studenten von der Fachschaft Kommunikationswissenschaft und Technikkommunikation den Gegenstand ihres Fachs nicht präsentieren. Doch ihnen gelang es zu erklären, wie man sich mit Sprache verständigen kann. Sie hatten ein Spiel aufgebaut, bei dem zwei Leute zwei identische Türme aus Bauklötzen bauen müssen. Die Teilnehmer sehen den jeweils anderen Turm allerdings nicht. „Man muss erklären, wie man seinen Turm baut. Das Spiel zeigt, wie Kommunikation funktioniert und was dabei schief gehen kann”, sagt Anja Zölß von der Fachschaft.

Neben der anschaulich dargestellten Wissenschaft gab es auch ein buntes Rahmenprogramm. Eine Zumba-Gruppe des Hochschulsportzentrums tanzte. Dazu sorgten die studentisch besetzen Bands „Oneironaut”, „Jukebox”, „Maplestreet” und „Grooveboxx” für gute Musik.
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