Bielefeld - Studentenwerke können Kita-Bedarf nicht decken

Studentenwerke können Kita-Bedarf nicht decken

Von: dpa
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Bielefeld. Obwohl die Studentenwerke in Nordrhein-Westfalen ihr Angebot an Kita-Plätzen seit Jahren ausbauen, kommen sie der großen Nachfrage an Unis und Fachhochschulen nicht nach.

„Wenn wir unsere Wartelisten angucken, benötigen wir noch weitere 3000 Kindergartenplätze”, sagte am Freitag Helga Fels, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke NRW in Bielefeld. In diesem Jahr betreuen die Studentenwerke rund 1200 Kinder, die Hälfte davon ist jünger als drei Jahre. Seit 1998 haben sie die Anzahl der Plätze damit annähernd verdreifacht. Einer Umfrage der Studentenwerke zufolge hat landesweit jeder zwanzigste Studierende ein Kind.

Um das Platzangebot weiter auszubauen, sind die Studentenwerke nach eigenen Angaben auf die Hilfe der Kommunen angewiesen. „Alleine können wir einen Kindergarten nicht finanzieren”, erklärte Helga Fels. Die Städte und Gemeinden würden sich jedoch häufig scheuen, in uninahe Kindergärten zu investieren. Gerade für Studierende sei es wichtig, dass der Weg zwischen Hörsaal und Kita nicht zu weit sei, sagte Fels. Zurzeit übernehmen die Kommunen 91 Prozent der laufenden Kosten, der Rest wird über einen Sozialbeitrag auf alle Studenten umgelegt. Der Beitrag der Eltern hängt von deren Einkommen ab.

Die Kommunen stünden schon mit dem normalen Ausbau der Krippenplätze für Unter-Dreijährige vor riesigen Problemen, erklärte Martin Lehrer, Sprecher des Städte- und Gemeindebunds NRW in Düsseldorf. Ab 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen solchen Krippenplatz. „Da ist es schwierig, die Wünsche der Studenten angemessen zu berücksichtigen”, sagte Lehrer.

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