Düsseldorf/Aachen - Studentenbuden: teuer und knapp

Studentenbuden: teuer und knapp

Von: dpa/afp/kf
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WG gesucht, Schwarzes Brett, Studentenwohnung, Wg-Zimmer
Während sich die Wohnungslage für Hochschüler in Münster und Bielefeld leicht entspannt hat und in Bochum und Dortmund weitgehend unverändert ist, spitzt es sich zu in Aachen, Köln, Bonn, Düsseldorf, Paderborn, Essen, Siegen-Wittgenstein und im Rhein-Sieg-Kreis. Foto: Daniel Naupold/dpa

Düsseldorf/Aachen. Zu teuer, zu viel Konkurrenz, zu weit draußen – die Suche nach einer Studentenbude wird in vielen NRW-Unistädten zum Wintersemester noch schwieriger als im vergangenen Jahr.

Während sich die Wohnungslage für Hochschüler in Münster und Bielefeld leicht entspannt hat und in Bochum und Dortmund weitgehend unverändert ist, spitzt es sich zu in Aachen, Köln, Bonn, Düsseldorf, Paderborn, Essen, Siegen-Wittgenstein und im Rhein-Sieg-Kreis.

Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts (MMI) im Auftrag des Immobilienentwicklers GBI. Untersucht wurden alle Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studenten. Die Einschätzung stützt sich unter anderem auf Miet- und WG-Preise, Leerstandsquoten, Studenten- und Erstsemesterzahlen.

„In vielen klassischen Universitätsstädten macht sich jetzt die wachsende Zahl von Studierenden bemerkbar, die aus anderen Teilen Deutschlands oder aus anderen Ländern an die begehrten Hochschulen streben und deshalb keine Möglichkeit mehr haben, bei Eltern oder Verwandten zu wohnen“, erklärte MMI-Direktor Stefan Brauckmann. Der Wohnungsmarkt in den Unistädten und seine angespannte Lage werden in der Untersuchung mit einem Index von maximal 100 Punkten dargestellt. Köln führt die Liste in NRW mit 76 Punkten an.

Aachen landet mit 56 Punkten bundesweit auf Platz 13, in NRW auf Rang 2. Rund 5000 Studenten warten in der Kaiserstadt auf eine passende Bleibe. Im Schnitt werden für ein elf bis 24 Quadratmeter großes WG-Zimmer 197 bis 232 Euro fällig. „Viele finden zwar auf dem privaten Markt vorübergehend eine Unterkunft, suchen aber weiter nach einem günstigeren Zimmer“, sagt Ute von Drathen vom Studierendenwerk Aachen.

Trotz der vielerorts angespannten Lage zieht es die Erstsemester aber weiter in die begehrten Städte, und sie wählen dort nicht unbedingt die günstigeren Quartiere. Für eine entsprechende Lage mit Kulturangeboten machen sie Kompromisse bei Ausstattung und Wohnungsgröße.

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