Stehleuchte mutiert zum Sitzplatz für vier

Von: Lucy Breucha
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Vielseitig in jedem Sinne - und natürlich schön anzuschauen: Caroline Soika zeigt bei der „Diploma”, wie aus einer Stehlampe im Nu eine aparte Sitzgruppe gemacht werden kann. Nicht nur für Gastronomen eine prima Idee. Weitere kreative Anregungen gibt´s heute bei der FH am Boxgraben. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die frisch diplomierten Produkt- und Kommunikationsdesigner des Fachbereichs Gestaltung der FH Aachen präsentieren am Wochenende ihre Abschlussarbeiten.

Auf der „Diploma” werden 32 originelle Projekte aus den Bereichen Grafik-, Medien-, Objekt- und Interior-Design auf vier Ebenen ausgestellt.

Vor allem in der Gastronomie ist praktisches und zugleich ästhetisches Design gefragt. Jennifer Dengler zum Beispiel hat eine zwölfteilige Porzellan-Kollektion für Fingerfood entworfen. Die Formen des Geschirrs sollen Ruhe und Ausgeglichenheit ausstrahlen. „Es kommt überall dort zum Einsatz, wo Essen der Kommunikation dient”, erklärt Dengler.

Die Arbeit entstand in Kooperation mit einer bekannten Porzellan-Manufaktur, die ihre Werkstätten und Materialien zur Verfügung gestellt hat. „Porzellan ist eine große Herausforderung und als Material unberechenbar”, erinnert sich die Diplomandin an die Abschlussphase, „viele Dinge funktionieren im Modell, aber nicht mit Porzellan.”

Wie kann man die Sitzgelegenheiten von Café- und Kneipenterrassen so gestalten, dass sie nach Ladenschluss nicht gestapelt werden müssen? Hierzu hat sich Caroline Soika etwas einfallen lassen. Die Außenwände ihrer Stehleuchte „Light Share” können in alle vier Himmelsrichtungen ausgeklappt werden und bieten dann Sitzgelegenheiten für bis zu vier Personen.

In der Mitte befindet sich eine beleuchtete Tischplatte. Besonders praktisch: Im Sommer können sich die Gastronomen das Stühlestapeln sparen, im Winter verschönern die Leuchten den Außenbereich.

Nur dreieinhalb Monate hatten die Studenten Zeit für ihre Abschlussarbeiten - Konzept und Produktion inbegriffen. „Später im Job muss man das Ganze vielleicht in zwei Wochen machen”, sagt Karel Boonzaaijer, Professor für Conceptual Design. Deswegen sollen die Absolventen spätestens in der Abschlussphase lernen, schnelle Entscheidungen zu treffen und zügig zu arbeiten.

Nanna Funke hat ihre Zeit genutzt, um einen dicken Fotoband mit Kurztexten über drei „Musen” in ihrem Leben anzufertigen. Ihre Freunde Jonas, Pauline und Anna inspirieren die junge Kommunikationsdesignerin, jede(r) auf seine eigene Art und Weise - durch Ansichten, Charakterzüge oder Marotten.

„Ich habe versucht, abzubilden, was für mich an ihnen musisch ist”, erklärt Funke. Herausgekommen ist eine sehr persönliche Arbeit, die durch die spürbare Zuneigung der Designerin zu ihren „Musen” berührt.

Die „Diploma” kann am Samstag zwischen 11 und 17 Uhr im historischen FH-Gebäude am Boxgraben 100 besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Informationen unter http://www.diploma-ac.de

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