Spezialisten für schwierige Sozialarbeit

Von: abt
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Leiten die Katholische Hochschule Aachen für vier Jahre: Dekan Alexander Trost und Prodekanin Ute Antonia Lammel. Foto: Anselm Kugelmeier

Aachen. Führungswechsel an der Katholischen Hochschule (Katho) in Aachen: Alexander Trost und Ute Antonia Lammel wollen in den kommenden vier Jahren dafür sorgen, dass die Absolventen der Katho noch besser auf ihre wachsenden Aufgaben an und in der Gesellschaft vorbereitet werden - und dass Soziale Arbeit im öffentlichen Bewusstsein die Anerkennung findet, die sie verdiene.

Kein Zweifel, Soziale Arbeit ist „eine der schwierigsten Arbeiten, die man machen kann”, sagt Lammel. Kaum eine Schule die noch ohne Sozialarbeiter auskommt, um pädagogische und andere Mängel auszugleichen. Und mit Sicherheit wird in vielen Bereichen der Gesellschaft der Bedarf an Fachleuten steigen, die soziale Defizite analysieren und therapieren können.

„Einigermaßen abgeklärte und stabile Persönlichkeiten”, sagen Trost und Lammel, muss eine Hochschule für Soziale Arbeit also hervorbringen - und sie dazu mit einer ganzen Reihe von sozialen und kommunikativen Kompetenzen ausstatten. Rund 800 Studierende verteilen sich auf mehrere Bachelor- und zwei Masterstudiengänge. Die Aachener ist eine von vier Abteilungen der Katho NRW. Hauptsitz ist Köln, wo auch das Rektorat amtiert. Träger sind die Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn.

Trost (59) als Dekan und Lammel (51) als Prodekanin treten ausdrücklich als „Führungsduo” auf. Professor Trost ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik, systemischer Lehrtherapeut und Supervisor. Er lehrt seit 2000 in Aachen, zuvor in Köln. „Bindungsorientierte Arbeit mit psychisch und sozial auffälligen Kindern und Jugendlichen” sowie die Begleitung von Familien nennt er als Schwerpunkte seiner Arbeit.

Kooperation und Identität

Professor Lammel arbeitete, unter anderem, langjährig in der Suchthilfe, war 1985 Mitbegründerin der Aids-Hilfe Aachen. Sie lehrt seit 1991 an der Katho und leitet den Masterstudiengang Klinisch-Therapeutische Soziale Arbeit. Zu ihren Schwerpunkten gehören, unter anderem, Suchttherapie, Suchtgefahren, Essstörungen und Online-Spielsucht.

Als wesentliche Organisationsarbeit kommen auf die Nachfolger von Marianne Genenger-Stricker und Wolfgang Domma, die nicht mehr zur Wahl standen, die Stabilisierung der Finanzen angesichts knapper Kirchenkassen und der Unsicherheit beim Ersatz der Studiengebühren zu, sowie ein dringend benötigter Anbau mit Seminarräumen. Und es steht, peu à peu, ein Generationswechsel in der 24-köpfigen Professorenschaft an, die in Zukunft, so betont Trost, „noch intensiver kooperieren und Identität bieten soll”.
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