Schülerlabore sollen für Technik begeistern

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
schueler_lee_bu
Prorektor Aloys Krieg und Professorin Sabina Jeschke (von rechts) schauen begeistert den experimentierenden Jugendlichen zu. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Es muss uns gelingen, Jugendliche für Technik zu begeistern, damit wir auch noch in zehn Jahren Nachwuchs im Ingenieurbereich haben werden”, sagt Professor Aloys Krieg, Prorektor für Lehre an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) zur Eröffnung der Schülerlabore „RoboScope” und „InfoSphere”.

Vor einem Jahr noch waren die außerschulischen Lernorte eine „gemeinsame Vision” von Professor Sabina Jeschke, Inhaberin des Lehrstuhls Informationsmanagement im Maschinenwesen (IMA), und Professor Ulrik Schroeder, Inhaber des Lehr- und Forschungsgebiets Informatik. Im Rahmen der Initiative „Zukunft durch Innovation” (ZDI) ist das Projekt, das vom NRW-Wissenschaftsministerium gefördert wird, nun Wirklichkeit.

Nach den Ferien können Schüler im Labor „RoboScope” für Robotik selbstständig alleine oder in einem Team arbeiten. Aus Lego-Mindstorms-Bausätzen können sie zum Beispiel eigene Roboter bauen, welche dann auf der Demostraße oder in der Wettkampfarena getestet werden.

„Informatik sichtbar und greifbar machen” will Ulrik Schroeder mit „InfoSphere”. Er erläutert, dass besonders Mädchen gefördert und herangeführt werden sollen, „denn gerade Mädchen und junge Frauen haben oft zu wenig Interesse an Technik”, fügt er hinzu. Die Kurse bieten Zugänge zu unterschiedlichen Kernthemen der Informatik, etwa was hinter einem Barcode steckt oder dass man aus dem menschlichem Erbmaterial einen Rechner bauen kann.

Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums in Bonn durften am Eröffnungstag die Laborräume schon testen. Alina (15) findet das „selbstständige Arbeiten am PC und die modernen Technologien gut”. Sie arbeitet mit ihrem Team am „Quantenchat”, einer Aufgabe zum Verschlüsseln von Nachrichten. Zwei andere Schülergruppen rechnen am Computer den kürzesten Weg eines Spielplans aus oder programmieren Roboter, einen bestimmten Weg zu fahren und sich auf ein akustisches Signal hin umzudrehen.

Vor allem Schulen aus der Region sollen die Möglichkeit bekommen, die Räumlichkeiten in der Dennewartstraße 27 zu nutzen. Aber auch „Schüler aus Holland und Belgien”, wie Alan Hansen, Ansprechpartner für „RoboScope” erklärt, sollen in der Zukunft hinzukommen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert