Schmucker Neubau soll das „olle Wohnhaus” ersetzen

Von: Sebastian Dreher
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So sieht die Fachhochschule Aachen in Zukunft aus: Rektor Marcus Baumann (von links), BLB-Niederlassungsleiter Harald K. Lange, Architekt Jürgen von Brandt, Professor Ulrich Hahn und Kanzler Reiner Smeetz bei der Vorstellung der Wettbewerbsbeiträge. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Die Fachhochschule bekommt endlich ein Gesicht”, sagt Harald Lange, Aachener Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW. „Obwohl sie ja eigentlich schon eins hat”, fügt er schmunzelnd mit Blick auf FH-Rektor Marcus Baumann hinzu.

Doch die Botschaft ist klar: Die Aachener FH will mit dem Neubau eines Verwaltungsgebäudes auf der freien Fläche an der Ecke Bayernallee/Robert-Schuman-Straße einen Akzent setzen und sich innerhalb der Stadt ein Antlitz verschaffen. Nützlicher Nebeneffekt: Die gesamte FH-Verwaltung wird an einer einzigen Stelle konzentriert, und nicht wie bisher an vier verschiedenen Standorten.

„Als ich vor vielen Jahren das erste Mal meinen Arbeitsplatz am Kalverbenden suchte, dachte ich: In dem ollen Wohnhaus kann es doch nicht sein”, sagt Baumann rückblickend. „Die Büros vieler Kollegen waren nicht schön. Die neuen Räume dagegen werden sehr begehrt sein.”

Nach Auslobung eines Realisierungswettbewerbs wurde von der Preisgerichtsjury aus 27 Einsendungen das in Aachen ansässige Stadtplaner- und Architektenbüro Von Brandt als Gewinner ermittelt. Verantwortlich für den rund zehn Millionen Euro teuren und aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes finanzierten Auftrag ist die Aachener Niederlassung des BLB.

Das geplante Modell sieht eine Nutzfläche von 3350 Quadratmetern mit Platz für 120 Arbeitsplätze vor. Im Erdgeschoss befinden sich der Eingangsbereich und ein Vortragssaal, während im ersten Obergeschoss ein weitläufiger Einschreibe- und Aufenthaltsraum auf die Bedürfnisse der Studierenden eingeht. An diese beiden Bauelemente schließt sich ein Kubus an, der die eigentlichen Verwaltungsbüros enthält.

„Motto unseres Büros ist, die Architektur aus den örtlichen Gegebenheiten zu entwickeln”, erklärt Professor Jürgen von Brandt. „Die verschiedenen Fluchten und Höhen der Umgebung haben uns zu einem offenen, dreiteiligen Modell inspiriert, das durch seine Höhe auch als Landmarke dienen wird.” Alle Beteiligten sind sich einig: das neue Gebäude wird eine Bereicherung für die Aachener Baulandschaft sein und der FH Campuscharakter verleihen. Einzig um die Begrifflichkeit herrscht noch keine Einigkeit: während Brandt sein Modell „Cube” nennt, zieht Rektor Baumann den deutschen Begriff Kubus vor. Ein neues Gesicht für die Fachhochschule wird es aber so oder so sein. Die Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäude ist für 2011/12 anvisierte.
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