RWTH: Verfügungszentrum unter Dach und Fach

Von: Benjamin Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Ein symbolischer Schlüssel für das neue Verfügungszentrum: RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg, Harald K. Lange (Bau- und Liegenschaftsbetrieb), Jochen M. Schneider (Institut für Werkstoffchemie), Herbert Pfeifer (Institut für Industrieofenbau und Hochtemperaturtechnik ) und Thomas Habscheid-Führer (Carpus und Partner) feierten nach zwei Jahren Bauzeit die offizielle Einweihung des RWTH-Gebäudes. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Worte wie „Exilant” oder „Insasse” musste Professor Herbert Pfeifer in den vergangenen zwei Jahren häufig über sich ergehen lassen. Denn in dieser Zeit fand der Leiter des Lehrstuhls für Industrieofenbau und Hochtemperaturtechnik (IOB) „Zuflucht” im Gebäude des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB), der an dem Ersatzbau für das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) der RWTH werkelte.

Fertiggestellt wurde das neue AVZ bereits im November, doch erst Dienstag folgte die offizielle Einweihung.

Da das alte AVZ wegen PCB-Belastung nicht mehr nutzbar ist, fieberte auch Professor Jochen M. Schneider dem Startschuss für das neue Zuhause entgegen. „Wir sind überglücklich, weil wir jetzt endlich wieder so forschen können, wie wir es wollen”, sagte der Leiter des Lehrstuhls für Werkstoffchemie (MCh).

Gemeinsame Nutzung

Geforscht wird auf der letzten Etage des vierstöckigen Gebäudes an der Kopernikusstraße, in den neuen Laborräumen des MCh. Darunter befinden sich Werkstätten, Seminar- und Sozialräume, die gemeinsam von IOB- und MCh-Studenten genutzt werden. „Die große Herausforderung lag darin, alle Interessen zu berücksichtigen und unter einem Dach zu bündeln”, erklärt Thomas Habscheid-Führer, Architekturleiter von Carpus und Partner. In unmittelbarer Nähe zum AVZ befindet sich eine Halle, die dem IOB als Versuchsfläche zur Verfügung steht.

Vermieter BLB NRW investierte 13 Millionen Euro in den Neubau auf der Hörn, der insgesamt 6000 Quadratmeter umfasst. „Das einzig Gute an PCB ist, dass ein neues Haus gebaut wird. Ich denke, dass das AVZ allen Beteiligten noch viel Freude bereiten wird”, sagte Harald K. Lange vom BLB.

Davon ist auch Günther Wölk überzeugt, der allerdings noch ein anderes Gefühl als Freude spürte. „Ich bin schon ein bisschen neidisch. Das alte Gebäude war auch sehr schön, aber von der Funktionalität nicht mit dem neuen zu vergleichen”, sagte Wölk, der das IOB in den 70er Jahren leitete.

Dass die symbolische Schlüsselübergabe nach fünf Monaten Vorlaufzeit erst Dienstag stattgefunden hat, „liegt daran, dass wir auf schönes Wetter gewartet haben”, scherzte Herbert Pfeifer. Unter dem Strich sei der Umzug „relativ stressfrei vonstatten gegangen. Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft.”
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