Aachen - RWTH-Technikum soll zum Mekka für Maschinenbauer werden

RWTH-Technikum soll zum Mekka für Maschinenbauer werden

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
Richtfest am Augustinerbach:
Richtfest am Augustinerbach: Das Technikum der Fakultät für Maschinenwesen kostet 15 Millionen Euro und ist Mitte 2012 fertig. Foto: R. Roeger

Aachen. Was in den Neubau vis-a-vis des Kaiser-Karls-Gymnasiums nach der Fertigstellung Mitte 2012 hineingestellt wird, das ist Technik vom Feinsten.

Das mächtige Hallengebäude, das die RWTH für ihre Fakultät IV, Maschinenwesen, an der Ecke Eilfschornsteinstraße/Augustinerbach baut, soll künftig als „Technikum” das experimentelle Mekka der hiesigen Maschinenbauer werden.

Durch das große Tor, vor dem am Donnerstag der Richtkranz des rund 15 Millionen Euro teuren Neubaus am Kranhaken niederschwebte, werden Maschinen eingelagert und fest installiert werden, die locker die Kosten eines Ein- bis Zweifamilienhauses erreichen. So war es am Donnerstag für den Rektor der RWTH, Prof. Ernst Schmachtenberg, eine wahre Freude, das neue Kernstück derjenigen Fakultät im Wissenschaftsorchester der RWTH einzuweihen, an der er selbst zu Hause war und immer noch ist.

Der Chef des ausführenden Düsseldorfer Architektenbüros SchürmannSpannel AG, Matthias Kraemer, beschrieb vor dem Richtspruch die gestellte Aufgabe so: „Eine Nutzfläche von 4700 Quadratmetern ist nicht riesig. Aber von den Anforderungen her hatte sie es in sich”. Denn die Ingenieure der Institute und Labore, die im Bereich Maschinenwesen tätig sind und in den Neubau, der an die Maschinenhalle anschließt, einziehen werden, hatten sicherlich extravagante Vorstellungen.

Bis 19 Meter in die Höhe

So lässt sich beispielsweise in der Mitte der etwa 14 Meter hohen Halle in einem größeren Quadrat die Decke des Kellergeschosses entfernen, um später, falls nötig, Maschinenteile bis zu einer Höhe von 19 Metern aufrichten zu können. Wichtig sind auch die Sichtachsen in dem Gebäude, von einem rundlaufenden Balkon in der Maschinenhalle können alle Bereiche gut beobachtet werden. Die Fassade der Halle wird mit dunklem Eternit verkleidet, der Büroriegel bekommt eine robuste Glasfassade.

Klaus Heine, stellvertretender Leiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) Aachen, bedankte sich als Bauherr, so wie es sich bei einem Richtfest gehört, artig bei den Bauausführenden, wünschte einen bei der Gesamtfertigstellung weiterhin Glück und ein unfallfreies Schaffen.

Der Polier der Baustelle, Marc Conrath, berichtete von „manchem Hieb, von manchem Schlag”, den die fleißigen Hände an so manchem Tag geleistet hatten und dankte dem Bauherrn für die Arbeit, die sie den Handwerkern gegeben hatten. Traditionsgemäß zerschmetterte der Polier nach dem Trinkspruch sein Glas auf dem Boden, dann gab es ein (kleines) Festmahl.

Im Technikum befinden sich eher weniger Seminar- und Büroräume. Sie sind eigentlich, wie es Schmachtenberg ausdrückte, im direkt nebenan gelegenen Sammelbau Maschinenwesen, dem sogenannten blauen Haus, angesiedelt. „Den kennen Generationen von Studierenden”, erinnerte sich der heute Rektor an schlechte Isolierungen in zugigen Laboren und Büros.

Das wird sich radikal ändern. Denn auch der Sammelbau aus den 1970er Jahren wird von Grund auf mit Landesmitteln saniert werden. Insgesamt verbaut Düsseldorf im Karree zwischen Eilfschornstein- und Pontstraße 44 Millionen Euro aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm.
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