RWTH forscht nun auch nachhaltig in Indien

Von: red
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Partner: Madaboosi S. Ananth (ITT), TH-Rektor Ernst Schmachtenberg, Staatssekretär Thomas Rachel (v.l.).

Aachen/Chennai. Indien wird ein zunehmend wichtiges Partnerland für die RWTH Aachen, die sich strategisch als eine Forschungsuniversität versteht, die „globale Herausforderungen” sucht und meistern will.

Unterstrichen wird dies jetzt durch die Gründung eines Deutsch-Indischen Zentrums für Nachhaltigkeitsforschung in Indien, bei dem die RWTH die Federführung für mehrere deutsche Universitäten hat.

Das Zentrum, eine Kooperation zwischen dem IIT Madras und einer Gruppe deutscher Universitäten, führt deutsche und indische Spitzenforschung in den Bereichen Wasser, Energie, Abfallwirtschaft und Landnutzung mit einem interdisziplinären Ansatz zusammen. Vorsitzende des Zentrums für Nachhaltigkeitsforschung sind der Rektor der RWTH Aachen Ernst Schmachtenberg und der Direktor des IIT Madras Madaboosi Santanam Ananth.

Etabliert wird das „Indo-German Centre for Sustainability (IGCS)” am Indian Institute of Technology (IIT) in Chennai, dem früheren Madras, an der Ostküste Südindiens. Gefördert wird es auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Dessen parlamentarischer Staatssekretär, der Dürener MdB Thomas Rachel (CDU), eröffnete es zusammen mit RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg sowie Monkombu Sambasivan Swaminathan, Mitglied des Oberhauses des Indischen Parlaments. Die Bundesrepublik wurde im Übrigen vertreten durch den Generalkonsul Hans-Burkhard Sauerteig.

„Wir etablieren hier ein weiteres Flaggschiff der deutsch-indischen Kooperation. Hochqualifizierte deutsche Nachwuchswissenschaftler erhalten die Möglichkeit, am Zentrum für mehrere Jahre gemeinsam mit indischen Kollegen zu forschen”, betonte Rachel.

Stipendien für Nachwuchs

Die Fördersumme von 3,7 Millionen Euro unterstützt das Programm des BMBF „A New Passage to India” für den akademischen Austausch mit Indien. Unter anderem werden vier Langzeitdozenturen sowie Stipendien für Graduierte und Wissenschaftler finanziert.

„Indien ist ein aufstrebendes Land mit hohem wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Potenzial”, unterstrich Schmachtenberg die Bedeutung des deutsch-indischen Austauschs. „Im Wintersemester 2010/2011 sind 256 Studierende aus Indien an der RWTH eingeschrieben, sie stellen aktuell die drittgrößte Gruppe der internationalen Studierenden.”

Die TH möchte die Beziehungen zu indischen Institutionen verstärken, und hat dafür eigens einen Beauftragten für die Zusammenarbeit mit Indien benannt: Rafig Azzam, Inhaber des Lehrstuhls für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie, koordiniert die Zusammenarbeit mit dem Zentrum. Er ist darüber hinaus Ansprechpartner für alle Aktivitäten der Hochschule im Zusammenhang mit Indien.
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