RWTH eröffnet die erste eigene Kindertagesstätte

Von: Daniel Gerhards
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Die Sonne lachte, große und k
Die Sonne lachte, große und kleine Gäste hatten ihren Spaß: Die RWTH hat ihre Kindertagesstätte offiziell eröffnet.Heike Lachmann

Aachen. Das Gebäude passt richtig gut zu seiner Umgebung. Zwischen Bäumen und Sträuchern steht der mit grün gestrichenem Holz verkleidete Neubau der Kita Königshügel auf dem ehemaligen Gelände des botanischen Gartens der RWTH an der Melatener Straße.

Für Dirk Reitz, Geschäftsführer des Studentenwerks, steht die Farbe für „Leben und Wachstum”. „Wir wollen die Kinder hoffnungsfroh und glücklich heranwachsen lassen”, sagte Reitz bei der Eröffnung der Einrichtung am Freitag.

Normalerweise kümmern sich die Mitarbeiter des Studentenwerks dabei hauptsächlich um den Nachwuchs der Aachener Studierenden. Am Königshügel sollen in Zukunft allerdings vorwiegend Kinder von Hochschulmitarbeitern betreut werden. Rund drei Viertel der 40 Plätze sind für sie reserviert. Zudem gibt es drei Plätze für Kinder von Studentenwerksmitarbeiten und acht Plätze für studentischen Nachwuchs.

Für die RWTH ist die erste hochschuleigene Kita ein wichtiger Schritt zur Vereinbarkeit des Berufs an der Uni mit der Familie. „Für uns ist das ein sehr wichtiges Gebäude”, sagte Manfred Nettekoven, Kanzler der RWTH. „Lange Zeit galt die RWTH als Hochschule, die qualitativ hochwertige Dinge abliefert, aber nicht so viel Herz hat.” Das soll sich auch mit Hilfe der Kita ändern. Daher investierte die RWTH 1,74 Millionen Euro in Bau und Einrichtung des zweistöckigen Gebäudes. Dafür bietet der 420 Quadratmeter große Bau nun Raum für zwei U3-Gruppen und eine Ü3-Gruppe. Die Bauarbeiten begannen im April 2010 und konnten im Juni dieses Jahres abgeschlossen werden.

Einem stand die Freude über die Fertigstellung der Kita bei der Eröffnung besonders in Gesicht geschrieben: Einrichtungsleiter Wolfgang Dachtera musizierte und spielte mit Kindern, führte Interessierte durch die Räume und beantwortete jede Menge Fragen. Etwa zum Konzept der flexiblen Kurzzeitbetreuung. Dabei sollen Kinder zwischen 14 und 20 Uhr für jeweils zwei Stunden in die Einrichtung kommen können.

„Wenn Eltern späte Vorlesungen haben oder einfach nur zum Sport gehen möchten, fangen wir den Betreuungsengpass auf”, erklärte Dachtera. Dieses Angebot lasse sich kurzfristig über ein Internetportal buchen. „Das wird nicht durch die Leistungen aus dem Kinderbildungsgesetz finanziert. Die RWTH lässt sich das eine Menge Geld kosten”, sagte Dachtera.

Auch wenn Dachtera zum Start noch kein pädagogisches Konzept vorlegen kann, ist ihm doch klar, dass er großen Wert auf die Bewegung der Kleinen legen möchte. Dazu wolle man mit dem angrenzenden Hochschulsportzentrum kooperieren.

Und Kanzler Nettekoven denkt sogar noch weiter: „Es ist sehr sinnvoll die Kinder in Hochschulnähe heranzuziehen”, schließlich könne man gar nicht früh genug auf dem Suche nach dem akademischen Nachwuchs gehen.
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