Rote Boxen laden in den Studentengarten

Von: Ronja Schwabe
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Hochschule einmal anders: Die
Hochschule einmal anders: Die Eröffnung des RWTH-Studentengartens nahm Prof. Dr. Frank Lohrberg vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur vor. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Von der weißen Schneedecke, die Aachen schließlich doch noch einholte, ließen sich die Architekturstudenten der RWTH nicht aufhalten. Sie eröffneten jetzt ihren Studentengarten auf dem Grundstück der Stadtgärtnerei, unterhalb des Neuen Aachener Kunstvereins.

Dass alles weiß war, störte die rund 30 Studierenden, die kurzerhand ein Feuer anzündeten, kaum. Sie hatten sich im Rahmen eines Seminars mit dem Thema „Selbstständige Aneignung öffentlich Freiräume” beschäftigt.

Schnell hatte man sich für den Stadtgarten entschieden, allein schon wegen der zentralen Lage. Aber auch, weil dort die zehn Konzepte, die die Studenten gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur entwickelt haben, am besten umsetzbar sind. „Der Garten soll aber kein privater Ort nur für RWTH-Studenten werden”, sagte Johannes Rolfes (Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur). Es soll auch weiterhin ein öffentlicher Ort bleiben, der den Studenten aber als Lernort und auch für Präsentationen dienen kann. „Ziel ist es, aus den Hörsälen und Labors rauszukommen”, sagte Rolfes, der zusammen mit Sigrid Tillmanns das Projekt betreut.

Und aus den Hörsälen raus kamen die Studenten bereits zuvor. Da hat nämlich ihre Werbeaktion für den neuen Studentengarten stattgefunden. Im Rahmen eines Stegreifs entwickelten die Studenten Ideen für die Aktion. Dabei gewannen Nadine Kapfhammer und Nathalie Gozdziak mit ihrem Entwurf für die „Red Cubes”. In der fakultätsinternen Holzwerkstatt wurden die roten Boxen von allen gemeinsam hergestellt und beschriftet.

Fügt man jeweils vier von ihnen zusammen, ist das Wort „Studentengarten” zu lesen. Mit ihnen zogen die Studenten also in der Stadt los und machten mit verschiedenen Formationen auf sich aufmerksam. „Uns war wichtig, dass es sich nicht um etwas einmaliges sondern um etwas langfristiges handelte”, sagte Kapfhammer. Die Boxen werden also auch in Zukunft, zum Beispiel als Sitzgelegenheit, genutzt.

„Das ganze Projekt bereitete wirklich viel Arbeit”, sagte die Studentin Maris Dahmen. „Aber mit dem Ziel vor Augen, am Ende etwas Eigenes zu schaffen, haben wir es gut und mit Freude bewältigt.”

Auch Prof. Dr. Frank Lohrberg, der den Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur inne hat, war begeistert. „Es ist toll, wie sich das Projekt entwickelt hat und wie viel die Studenten hinein investiert haben”, sagt er. Lohrberg bedankte sich außerdem für die Unterstützung der Stadt, die das Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Auch wenn jetzt noch nicht feststeht, wie der Stadtgarten in Zukunft aussehen wird - wenn der Schnee erstmal weg ist, gibt es auf jeden Fall genug Ideen und Konzepte, um einen neuen Wohlfühlort zu kreieren.
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