„Robotik-Wettbewerb” von RWTH und FH lockt mit kreativen Ideen

Von: Nadine Jungblut
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Schafft er´s, oder schafft er´s nicht? Roboter im Praxistest an der Getränkedose. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ob im Toaster oder in der Waschmaschine - interagierende Sensoren finden sich im Alltag reichlich. Solche Sensoren reagieren empfindlich auf Reize wie beispielsweise Temperaturveränderungen und machen so elektronische Geräte sicherer.

Auszubildende des MaTA-Studiengangs (Mathematisch-Technischer Assistent) und des dualen Studiengangs Scientific Programming der RWTH und FH erforschen an einfachen Robotern die Optimierung solcher „elektronischen Tastsinne”. Der krönende Abschluss der Seminare ist die Konstruktion eines eigenen Roboters. Ob dieser auch den Erwartungen der Studierenden entspricht, kann alljährlich im „Robotik-Wettbewerb” von RWTH und FH erprobt werden.

Dieses Jahr haben sich zum Wettbewerb Studierende und Auszubildende der RWTH, des Forschungszentrums Jülich und der Universität Maastricht eingefunden. Auch Schüler der Gesamtschule Brand versuchten ihr Glück im Wettkampf mit den Älteren.

Das Motto: „Collect the cans” - Dosen sammeln. Auf einem esstischgroßen Spielfeld treten je zwei Roboter gegeneinander an. Es gilt, Getränkedosen zu sammeln, sechs an der Zahl. Der Roboter, der nach drei Minuten die meisten Dosen in sein Startfeld befördert hat, gewinnt. „Das ist kein leichtes Spiel”, erklärt Andreas Terstegge vom Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik der FH. „Die Roboter müssen auf Farbveränderungen, Geräusche und Widerstände reagieren.” Der Konstruktions-Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Es gibt Roboter, die gleich mehrere Dosen auf einmal sammeln. Andere dagegen haben sich auf das Irritieren und Umwerfen des gegnerischen Roboters spezialisiert.

Nico Mols (14) und Martin Reible (14) von der Gesamtschule Brand sind sichtlich begeistert vom Wettbewerb. „Endlich Schulstoff, der Spaß macht”, freuen sich die beiden. Vielleicht sind Nico und Martin ja die MaTA-Studenten von morgen.

Terstegge hat diesbezüglich schon einmal eine gute Nachricht für die beiden: „Die dualen Studiengänge, also solche, die sehr praxisnah orientiert sind, haben Zukunft. Auch die FH will sich hier stärker positionieren, unter anderem mit den MaTA-Studiengängen.”

Gewinner des diesjährigen Robotik-Wettbewerbs ist das Team „R-pak” vom Forschungszentrum Jülich. Zweiter wurde das Team „Homer”, ebenfalls vom Forschungszentrum. Auf Platz 3 landete das „Team 5” vom Rechenzentrum der RWTH Aachen.

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