Richtfest des „Center for Mobile Propulsion”

Von: André Schaefer
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Spannende Architektur, noch spannendere Forschung: Im neuen „Center for Mobile Propulsion” können verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Äußerst zufrieden hat Prof. Dr. Stefan Pischinger auf den Richtkranz geschaut, der auf dem Dach des zweistöckigen Rohbaus positioniert wird.

Bis das Zentrum für mobile Antriebe im Hochschulerweiterungsgebiet Melaten seine Tore offiziell öffnet, wird es zwar noch etwas dauern, doch schon jetzt herrschte pure Vorfreude auf das rund 41 Millionen Euro teure Forschungszentrum.

„Hier entsteht etwas ganz Besonderes, das es weltweit noch nicht gibt”, sagte der Leiter des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen der RWTH Aachen. Zusammen mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, der Hochschule sowie des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW wurde nun offiziell das Richtfest des besonderen Gebäudes gefeiert.

Mehrere Fakultäten

Der Bau sticht nicht nur aufgrund eines gelungenen Architekturentwurfs des Kölner Büros Lepel plus heraus. Das neue „Center for Mobile Propulsion (CMP)”, wie es offiziell heißt, wird künftig besonders durch interdisziplinäre Forschungsarbeiten auf sich aufmerksam machen. Ingenieure und Naturwissenschaftler gleich mehrerer verschiedener Fakultäten werden dort ab Ende des Jahres gemeinsam unter einem Dach arbeiten. Antriebskonzepte für Pkw und Nutzfahrzeuge sowie Konzepte zur Halbierung des mobilitätsbedingten CO2-Austoßes stehen im Vordergrund.

„Nehmen wir das Beispiel der Elektromobilität. Beste Fortschritte können wir in diesem Punkt erreichen, wenn wir die Erkenntnisse bezüglich der Elektromobilität mit den Erkenntnissen des Brennstoffzellenmotors koppeln, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Gemeinsam sind wir stärker, solch einen Zusammenschluss derart zahlreicher Kompetenzen unter einem Dach ist weltweit nirgendwo anders zu finden”, betont Pischinger.

250 Angestellten bietet das neue Zentrum demnächst Platz. Auf einer Gesamtfläche von 7750 Quadratmetern erstreckt sich das 100 Meter lange Prüfzentrum, ein 5400 Quadratmeter großes Seminar- und Verwaltungsgebäude schließt direkt daran an. Weitere zehn Millionen Euro sollen in die Versuchs- und Laboreinrichtungen fließen. Für eine bestmögliche Energiegewinnung ist dank modernster Anlagen natürlich auch gesorgt.

„Wir freuen uns über dieses Forschungszentrum. Um in Aachen in Sachen Mobilität weiterhin Spitze zu sein, sind die entsprechenden Labore notwendig”, betonte RWTH-Rektor Professor Ernst Schmachtenberg. Dieser Schritt ist getan.
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