Raum für Ideen auf dem Campus Melaten

Von: Hans-Peter Leisten
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„Trennwände wird es nicht geben”: Günter Carpus mit dem Modell des jetzt begonnenen Neubaus auf dem Campus Melaten; rechts eine Graphik der Außenansicht. Foto: Michael Jaspers/Montage Günter Herfs

Aachen. Bald sind die Zeiten vorbei, in denen die Mitarbeiter von Carpus+Partner mit liebevoller Ironie von ihrem „Haus am Berg” oder „Haus am See” sprachen. Gemeint sind die Container hinter dem eigentlichen Firmensitz an der Weststraße.

Und diese sind der räumlichen Not geschuldet, denn das Stammhaus des Unternehmens für Generalplanung und Prozessoptimierung platzt im übertragenen Sinn aus allen Nähten.

Noch - so kann man inzwischen getrost formulieren, denn vor kurzem gruben sich die ersten Baggerschaufeln ins Erdreich, um Platz für die Fundamente eines ganz neuen Objektes zu schaffen, in dem Carpus+Partner Ideen und Projekte entwickeln kann. Dass als Standort die Allee am neuen Campus „Melaten” gewählt wurde, ist alles andere als Zufall.

Günter Carpus, Gründer und Mitglied des Vorstands des Unternehmens, spricht Klartext: „Wenn wir die Chance am Campus nicht bekommen hätten, hätten wir wohl aus Aachen weggemusst.” Das aus mehreren Gründen, wie der Bauingenieur und Baubetriebswirt weiter erklärt. Schon seit einiger Zeit expandiert das Unternehmen beachtlich. Inzwischen haben am Hauptsitz 140 hoch qualifizierte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. „Ohne die Entwicklungsmöglichkeit am neuen Standort Campus hätten wir nicht genug Ingenieure in Aachen halten können”, ist sich Carpus sicher.

Überhaupt singt er das hohe Lied auf das technologieorientierte Erweiterungsgebiet: „Eine einmalige Chance. So etwas gibt es in Deutschland sonst nirgends mehr.” Und für Carpus bedeutet das im Speziellen: Noch wichtiger als die gute verkehrstechnische Anbindung und das naturnahe Umfeld ist der Dialog mit der RWTH, sind die Perspektiven, im Austausch Synergien zu erzielen und Weiterentwicklungen zu ermöglichen.

Der Neubau mit einer Investitionssumme von rund 6,5 Millionen Euro ist so konzipiert, dass sich die Firmenphilosophie von Carpus+Partner entfalten kann. Die Gestaltung richtet sich nach den Menschen aus und nicht umgekehrt. Das ist ein Grundprinzip. Erreicht wird das über eine einfallsreiche Architektur nach dem Prinzip des „Open Space”. Auf quadratischem Grundriss von 40 x 40 Metern umrahmen L-förmige Arbeitsbereiche ein 140 Quadratmeter großes Atrium, dessen Nutzung noch in gemeinsamer Arbeit entwickelt wird.

Trennwände gibt es nicht, denn: Man soll sehen, ob jemand da und ansprechbar ist. Denn für Kommunikation, Austausch und kreativen Freiraum muss Platz sein. Aus diesem Grund wird es auch 25 Prozent mehr Arbeitsplätze als Mitarbeiter geben: Räume für „formelle Kommunikation”, separate Zimmer für Arbeiten, die großer Ruhe bedürfen, telefonfreie Zonen und vor allem Treffpunkte für informelle Besprechungen, bei denen spontane Ideen besprochen und entwickelt werden können. So bieten unter anderem die verbindenden Treppen zwischen den L-Winkeln mit Podesten und Kissen reichlich Raum für spontane Ideenfindung.

Auf dem Dach wird es einen Garten nur für die Mitarbeiter geben, im Erdgeschoss ein öffentliches Bistro. Als Erholungsraum fürs eigene Personal, aber auch als „offene Tür” nach außen - quasi als Einladung zum Ideenforum im neuen Campus.
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