Aachen - Ratsmehrheit will den Studentenansturm auffangen

Ratsmehrheit will den Studentenansturm auffangen

Von: Nadine Preller
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es wird eng. Wenn in den kommenden Jahren mehr Studenten denn je die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen stürmen, droht im gleichen Zuge ein absoluter Wohnungsengpass.

Aachen bildet da keine Ausnahme. Bekannter Grund für den Andrang: die Umstellung von G9 auf G8 und die Aussetzung der Wehrpflicht.

„Die Spitze des Ansturms erwarten wir Ende 2013”, prognostiziert Michael Rau, planungspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion in Aachen. Gemeinsam mit der CDU sehen die jetzt eine letzte Chance, Wohnungsraum für das Mehr an Studenten zu schaffen und wollen in einem gemeinsamen Ratsantrag den „Investoren-Wettbewerb für studentisches Wohnen” durchbringen.

Perfekt geeignet

Wie gerufen kommt da ein über 4200 Quadratmeter großes Stück Brachland, das bis dato halb vergessen im Dreieck Kamper Straße, Habsburgerallee und der Bahntrasse schlummert. „Ungenutztes Land, das sich perfekt für studentisches Wohnen eignet”, findet Maike Schlick, planungspolitische Sprecherin der CDU. „Der Bahnhof befindet sich gleich um die Ecke, das Stadtzentrum und die RWTH sind auch schnell zu erreichen.”

Doch Bauen und Planen kostet. Um einen Anreiz für Investoren und Architekten zu schaffen, können für die Realisierung des Wohnprojekts Teile der Sondermittel von 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr für die Universitätsstädte in NRW bereitstellt.

„Noch in diesem Winter soll der Wettbewerb ausgelobt werden, damit wir spätestens im Frühjahr 2012 mit dem Bau beginnen können. Sonst schaffen wir das Ziel 2013 nicht”, sagt Rau.

Besondere Herausforderung für Architekten dürfte wohl die Lösung des Schallproblems aufgrund der nahe gelegenen Bahngleise sein. Weiter stellt das Ministerium Gelder nur für Projekte zur Verfügung, die auch langfristig als Wohnstandort für andere Zielgruppen in Frage kommen. Schlick meint hierzu: „Nach dem Ansturm in zwei Jahren werden die Studentenzahlen wieder zurückgehen. Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.”

Für den Wohnkomplex rechne man mit 80 bis 120 Wohnparteien, weitere fußläufige Anbindungen an beispielsweise die Fachhochschulen sind ebenfalls geplant.
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