Aachen - Platz fürs erwartete Wachstum am Klinikum

Platz fürs erwartete Wachstum am Klinikum

Von: wb
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Erfreut über die Fortschritte in der Baugrube: Dr. Helmut Greif, Professor Thomas Schmitz-Rode, Dr. Ralph Nussbaum und Harald Mohren (von links) vor den ersten Gebäudeteilen des neuen Zentrums für Bio-Medizintechnik, das derzeit an der Pauwelsstraße unweit des Universitätsklinikums aus dem Boden gestampft wird. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Das gibt einen Schub”, meint Helmut Greif von der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) beim Blick auf die Baustelle an der Pauwelsstraße. Dort entsteht gerade ein neues „Zentrum für Bio-Medizintechnik” (ZBMT) in unmittelbarer Nähe des Medizintechnischen Zentrums.

Das ist nach Auskunft von Greif „voll ausgelastet”, da kommt der ZBMT-Neubau im Rahmen der Campus-Pläne gerade recht. In einer „guten Startposition” sieht sich da Professor Thomas Schmitz-Rode. „Wir sind früh dran”, sagt Cluster-Leiter für den Bereich Bio-Medizintechnik. Wo sich derzeit noch die Baukräne drehen, soll schon bald an intelligenten Implantaten oder biologisch technischen Systemen geforscht werden.

Schmitz-Rode rechnet damit, dass im Mai nächsten Jahres die ersten Forscher den Neubau des ZBMT beziehen werden. Der ist schon jetzt zu drei Viertel vermietet. „Drei Mietverträge sind schon unterschrieben”, berichtet Agit-Vertreter Greif.

Reizvolle Nähe zur RWTH

Zu den Erstbeziehern gehört auch Dr. Ralph Nussbaum mit seiner Firma Analytical Services. Das Unternehmen, das sich als Dienstleister für die Pharmaindustrie versteht und etwa die Qualität von Arzneimitteln kontrolliert, habe 2003 als „One-Man-Show” begonnen, erzählt Nussbaum. Ein gutes Jahr später zog es ins MTZ, wo inzwischen sieben Mitarbeiter beschäftigt sind. Bis zum Jahr 2014 werde die Belegschaft wohl auf 14 Beschäftigte anwachsen, meint Ralph Nussbaum. Die neuen Kollegen müssen allerdings erst noch gefunden werden, was nach Nussbaums Ansicht durch die Campus-Konstruktion etwas leichter werden dürfte. „Wir können zum Beispiel Diplomarbeiten vergeben”, sagt Nussbaum. Neben der leichteren Rekrutierung von qualifiziertem Personal sprechen für ihn auch noch eine ganze Reihe anderer Gründe für den Standort Aachen.

„Wir haben die Nähe zur RWTH gesucht”, erklärt Nussbaum. Am Firmensitz im Schatten des Universitätsklinikums profitiere man von einer guten Infrastruktur, könne einen großen Gerätepark mit nutzen und sitze zudem recht zentral. „Wir sind europaweit tätig”, sagt der Chef, deshalb wisse man die Nähe der Flughäfen von Maastricht, Köln oder Düsseldorf ebenso zu schätzen wie die schnelle Verbindung nach Paris mit dem Hochgeschwindigkeitszug Thalys. Und die Mitarbeiter fühlten sich wegen der „vielen Freizeitmöglichkeiten” in Aachen wohl.

Platz für Gründerfirmen

Umgekehrt weiß auch die Stadt solche Unternehmen zu schätzen. „Bio-Medizintechnik ist heute angesagt”, meint Helmut Greif von der Agit. Die Bedeutung dieser Branche in der Region sei größer geworden. Klar, dass dafür dann auch mehr Platz gebraucht wird. Dennoch sollen im neuen ZBMT nicht nur etablierte Unternehmen eine Heimat finden. Ein Viertel der Flächen ist für Gründerfirmen reserviert.

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