Physik an der RWTH: Eine Woche, die Schüler ermutigt

Von: Elisa Zander
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Jede Menge Experimente zum Oberthema „Licht” haben bei der Physikwoche den Schülern die Naturwissenschaft nähergebracht. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Warum sehen Menschen unter Wasser eigentlich nur verschwommen, Fische aber nicht? Auf diese und viele weitere Fragen aus der Physik wissen 29 Schülerinnen und Schüler aus zehn Aachener Schulen nun eine Antwort. Sie wurden ausgewählt, um an der Physikwoche der RWTH Aachen teilzunehmen, die in diesem Jahr unter dem Oberthema „Licht” stand.

„Wir wollen die Begeisterung für die Naturwissenschaften stärken und zeigen, was in der Physikforschung tatsächlich gemacht wird”, erklärt Organisator Professor Michael Krämer. Während der fünf Tage bekommen die Schüler einen Eindruck davon, was es heißt, Physik an der RWTH zu studieren. „Doch wir wollen auf keinen Fall potenziellen Nachwuchs rekrutieren”, erklärt Christian Salinga, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Physikinstitut. „Wir wollen eine Entscheidungshilfe bieten, ohne zu beeinflussen.”

Das hat zumindest bei Jannik Thümmel vom Rhein-Maas-Gymnasium funktioniert. Ob der 16-Jährige, der die elfte Klasse besucht, tatsächlich einmal Physik studieren wird, weiß er zwar noch nicht, „aber es hat definitiv nicht abgeschreckt, sondern eher ermutigt, diesen Studiengang aufzunehmen”, zieht Jannik Thümmel ein Resümee.

„Viel verstanden”

So sieht das auch Christina Koß. Die 15-Jährige besucht die zwölfte Klasse des St. Ursula-Gymnasiums und freut sich vor allem, dass sie so viel aus den fünf Tagen „Probe-Uni” mitnehmen konnte. „Ich habe viel verstanden und wir konnten das, was wir in den Vorlesungen theoretisch vermittelt bekommen haben, anschließend sogar praktisch anwenden.” Da nimmt sie auch gerne etwas mehr Arbeit für die Schule in Kauf - schließlich war sie, wie auch die anderen Teilnehmer, eine Woche lang beurlaubt.

Diese positive Resonanz freut die Organisatoren, die sich wochenlang auf diese spezielle Woche vorbereitet haben. Täglich fanden für die Teilnehmer drei Vorlesungen zu verschiedenen Aspekten des Oberthemas „Licht” statt. Die einen fanden großen Anklang, andere waren den Teilnehmern zu theoretisch. Dennoch zeigten alle großes Interesse, über das auch Michael Krämer manchmal erstaunt war. „Da ging es dann nicht so zu, wie bei manchen Studenten, die nur zu den Vorlesungen erscheinen, weil es Pflicht ist. Bei den Schülern spürte man immer ihre Begeisterung.”
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