Noch eine Fuge schließen, dann öffnet das Parkhaus

Von: Sarah Thelen
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Aachen. Der Oberbürgermeister zuckt das Schlüsselbund, der RWTH-Rektor folgt dem Wink und schon rollt das erste Auto über den Betonboden im nagelneuen Erweiterungsbau des RWTH-Parkhauses an der Professor-Pirlet-Straße - der 6,5 Millionen Euro teure Gebäude ist eröffnet.

Zunächst jedoch nur symbolisch, denn für Studierende, Hochschulangehörige und Gäste der RWTH öffnet das Parkhaus erst in einigen Wochen. Der Grund dafür: Der Frost hat den Bauleuten einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er Arbeiten verhinderte, die nur bei Temperaturen über fünf Grad Celsius ausgeführt werden können.

„So muss noch eine Fuge verschlossen werden, damit das Parkhaus ohne Verletzungsgefahr genutzt werden kann”, erklärte Klaus W. Heine, stellvertretender Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW in Aachen.

Der BLB hatte die Erweiterung des bestehenden Parkhauses am Alleenring um 600 Stellplätze übernommen und damit der RWTH den gesetzlich vorgeschriebenen Stellplatznachweis gewährt. Insgesamt finden jetzt 1300 Autos auf 14 Ebenen Platz - eine Investition, die die Parksituation rund um das Hauptgebäude am Templergraben, Hörn und Königshügel erheblich verbessern soll.

„Aus Sicht der Stadt sind wir manchmal neidisch, wie pragmatisch und zielgerichtet der BLB so vieles in Aachen bewegt. So, wie die RWTH Wachstum in unsere Stadt bringt, bringt der BLB die nötige Infrastruktur hierher”, lobte OB Marcel Philipp. Die Stadt hofft außerdem, dass viele Besucher das Parkhaus nutzen und so den Verkehr in der Innenstadt entlasten.

„Als moderne Hochschule müssen wir uns auch Fragen der Luftreinhaltung und Umwelt stellen”, sagte RWTH-Rektor Professor Ernst Schmachtenberg. Und man denkt noch einen Schritt weiter in der Hochschule: „Wir verhandeln über verschiedene Modelle der Parkraumbewirtschaftung”, erläutert Gabriele Golubowitsch, Baudezernentin der RWTH, „im Gespräch sind das Jobticket des AVV, ein Parkticket oder eine Kombination aus beidem.”

Für Hochschulangehörige, die einen Stellplatz an der RWTH nutzen wollen, bedeutet das, dass sie künftig dafür zahlen müssen. Auch Studierende werden dann einen „kleinen überschaubaren Beitrag” leisten müssen, „der sich an deren Einkommenssituation orientiert”. Mit einer Entscheidung rechnet Golubowitsch im Laufe des Jahres.
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