Neuer Studiengang für Schornsteinfeger

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Düsseldorf. Die Schornsteinfeger in Nordrhein-Westfalen rüsten sich für die Konkurrenz beim Kaminkehren und wollen die Nachwuchs-Ausbildung verbessern.

Der Schornsteinfegerverband erarbeite derzeit gemeinsam mit der Fachhochschule Gelsenkirchen einen dualen Studiengang, der schon im kommenden Jahr ersten Studierenden offenstehen soll, teilte der Staatssekretär im NRW-Arbeitsministerium, Walter Döllinger, am Mittwoch mit. Künftig wird eine Berufsausbildung zum Schornsteinfeger parallel zu einem Studium angeboten. Nach insgesamt vier Ausbildungsjahren haben die Nachwuchs-Kaminkehrer zwei Abschlüsse in der Tasche.

In Zukunft werde die Arbeit des Schornsteinfegers nicht mehr nur auf das Kaminkehren beschränkt sein, sondern auch beispielsweise Energieberatung umfassen, sagte Döllinger. Hintergrund ist die vergangenes Jahr auf Druck der EU-Kommission beschlossene Reform des Schornsteinfegerwesens, mit der die rund 20 000 deutschen Schlotfeger erstmals Konkurrenz bekommen. Bislang beherrschten sie ihren Kehrbezirk bis zur Rente. Der Markt wird stärker geöffnet für Sanitär- und Heizungsbetriebe. Zugleich wurde das Nebentätigkeitsverbot für Schornsteinfeger aufgehoben.
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