Neue Medizin-Lehrstühle sollen in NRW gegen Ärztemangel helfen

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Düsseldorf. Um den Mangel an Hausärzten zu bekämpfen, sollen in Nordrhein-Westfalen mindestens fünf zusätzliche Lehrstühle für Allgemeinmedizin eingerichtet werden.

Das sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf am Mittwoch auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht des „Westfalen-Blatts”.

Der erste zusätzliche Lehrstuhl für Allgemeinmedizin soll an der Universität Münster geschaffen werden, sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst. Der Aufbau des Lehrstuhls werde bereits im nächsten Wintersemester beginnen. Obwohl zurzeit noch Geldgeber gesucht würden, stehe der Vertragsabschluss unmittelbar bevor.

„Zurzeit ist der Ärztemangel nur ein lokales Problem in einigen Regionen”, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Damit die hausärztliche Versorgung aufgrund des demografischen Wandels in den nächsten zehn Jahren aber nicht zu einem generellen Problem werde, sei im vergangenen Jahr bereits ein Aktionsbündnis gegründet worden. „Wir wollen die Angebote für die Weiterbildung zum Facharzt so attraktiv wie möglich gestalten.”

Neben den zusätzlichen Lehrstühlen werde daher beispielsweise auch geprüft, ob die Zulassungskriterien zum Medizinstudium vereinfacht werden können.

Lehrstühle für Allgemeinmedizin gibt es in NRW bisher an drei der sieben Medizinischen Fakultäten an den Universitäten in Aachen, Köln und Düsseldorf. Darüber hinaus kann in Bochum, Bonn, Münster und Duisburg-Essen Medizin studiert werden.
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