Nabu verurteilt die Rodungen für den Campus

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Aachen. Der Naturschutzbund Aachen (Nabu) hat am Mittwoch die „massiven Rodungen” für den RWTH-Campus Melaten verurteilt und einen Aufschub der Erschließungsarbeiten für den Süden des Erweiterungsgebiets verlangt. Vorsitzender Claus Mayr: „Wir fordern ein solches Moratorium nachdrücklich, damit sich die geschundene Natur erholen kann.”

Der Nabu habe zwar keine artenschutzrechtlichen Bedenken gegen die Rodungsarbeiten erheben können, dennoch sei das „massenhafte Fällen” der bis zu 35 Jahre alten Bäume nicht in Ordnung.

Laut Mayr haben Gegner des Campus-Projekts eine Zählung vorgenommen, die ergeben habe, dass mindestens 1000 Bäume geschlagen worden seien, allesamt mit einem Stammumfang von 30 Zentimetern oder mehr. Die „Unbekümmertheit”, mit der Wochen vor Inkrafttreten des Bebauungsplans vollendete Tatsachen geschaffen würden, sei zu kritisieren.

Mayr: „Das unterläuft die ohnehin geringen Chancen auf einen effektiven Rechtsschutz, der gegenüber jeglichem staatlichen Handeln nicht versagt werden darf.” Außerdem sehe es so aus, als ob man sich um die Diskussion über die Varianten I bis IV der südlichen Anbindung nicht im geringsten kümmere.
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