Mit der neuen Plattform zur Produktion in Serie

Von: Sarah Maria Frantzen
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Regierungspräsident Hans Peter Lindlar (links) überbrachte Access-Geschäftsführer Robert Guntlin 2,5 Millionen Euro. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ein Bote, der mit guten Nachrichten kommt, wird immer gerne empfangen und ein Bote, der wie Regierungspräsident Hans Peter Lindlar einen Bewilligungsbescheid über 2,5 Millionen Euro bei sich trägt, umso mehr. Freudestrahlend nahm Robert Guntlin, Geschäftsführer des RWTH-Instituts „Access Tech Center” den RP in Empfang.

„Das ist ein guter Tag für den Standort Nordrhein-Westfalen und Deutschland”, sagte Guntlin.

Mit dem Geld des Landes und weiteren 2,5 Millionen Euro, die ein Industriekonsortium stellt, soll eine „Systemfähige Plattform für Schmelz- und Gießtechnik metallischer Hochleistungswerkstoffe” aufgebaut werden. Klingt interessant, aber was genau verbirgt sich dahinter? „Bei den Vorgaben für den Emissionsschutz ist es wichtig, dass die Bauteile, die in Autos oder Flugzeugen Verwendung finden, leichter werden”, erklärte Geschäftsführer Guntlin. Ein solcher leichter, aber dennoch leistungsfähiger Stoff ist Titanaluminid - eine Mischung aus Titan und Aluminium. Ein Bauteil aus dieser Metallmischung ist bis zu 50 Prozent leichter als ein vergleichbares Bauteil aus Nickel.

Im „Access Tech Center” forschen die Wissenschaftler seit Jahren an dem Material, um den Werkstoff für die Industrie nutzbar zu machen. Die Mitarbeiter vom „Access Tech Center” haben bereits Bauteile erstellt und getestet. Während seines Besuches bei „Access” konnte Lindlar einen Einblick in den Produktionsprozess von Turbinenschaufeln aus Titanaluminid gewinnen. Zuerst werden Bauteile aus Wachs gebaut, die dann mit Keramikschichten überzogen werden. Wenn dann das Wachs aus den Gussformen herausgeschmolzen wird, kann das heiße, flüssige Titanaluminid in die Formen gegossen werden.

Diesen Produktionsprozess zur Serienreife zu bringen, ist das Ziel der Plattform. Daran wollen Wissenschaftler verschiedener RWTH-Institute, die Mitarbeiter von „Access” und Industrieunternehmer gemeinsam arbeiten. Auch in anderen Gebieten, in denen das Vorserienstadium noch nicht erreicht ist, soll die Plattform helfen.
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