Minister Pinkwart sucht Gespräch mit Studenten

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:
Pinkwart
Nach anhaltenden Studentenprotesten will NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in Duisburg das Gespräch mit Studenten suchen. Foto: ddp

Bochum. Nach anhaltenden Studentenprotesten und Hörsaal-Besetzungen in mehreren Universitätsstädten will NRW- Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in Duisburg das Gespräch mit Studenten suchen.

Nachdem die Polizei am frühen Dienstagmorgen das von Studenten besetzte Audimax der Ruhr-Universität Bochum geräumt hatte, gingen die Proteste an mehreren Hochschulen weiter. Auch in Duisburg sollen am Mittwoch weitere Studentenproteste stattfinden.

Damit wollen die Demonstranten auch gegen das Vorgehen der Polizei bei den vorangegangenen Aktionen protestieren. Dabei geht es um die Einkesselung von Kindern und Jugendlichen bei Demonstrationen. Am Mittwochnachmittag wird Pinkwart mit den Studenten diskutieren. Rund 500 Teilnehmer werden von der Polizei erwartet.

Die Hörsaal-Räumung in Bochum am Dienstagmorgen verlief nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich. Drei Studenten wurden vorläufig festgenommen, weil sie „aktiven Widerstand” geleistet hätten, sagte ein Polizeisprecher. Die Studenten wurden nach wenigen Stunden wieder frei gelassen.

Nur vereinzelt sei von den 27 anwesenden Studenten passiver Widerstand geleistet worden, hieß es. Sie wurden von den Einsatzkräften aus dem Hörsaal getragen. Ein Sprecher der Ruhr-Universität betonte, man habe das Audimax räumen müssen, da dort Proben und Konzerte der Bochumer Philharmoniker geplant seien.

Auch in Münster haben 100 Studenten, Schüler und Auszubildende am Montagabend nach einer Hörsaal-Besetzung für eine Bildungsreform demonstriert. Wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten, zogen die Demonstranten in das Hauptgebäude der Universität, das Schloss, in dem gerade das Studierendenparlament tagte.

Tausende von Studenten demonstrieren seit einer Woche an den nordrhein-westfälischen Universitäten in Münster, Bochum, Düsseldorf, Köln, Bonn und Siegen für eine Abschaffung der Studiengebühren, eine Reform der neuen Studiengänge und insgesamt bessere Studienbedingungen.

Die Homepage wurde aktualisiert