Maßgeschneiderte Lösungen für die Praxis

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:
Schlaue Köpfe sind gefragt: S
Schlaue Köpfe sind gefragt: Studenten der Aachener Hochschulen sollen auch vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels in der Region gehalten und möglichst früh an die Unternehmen gebunden werden.

Aachen. „Wissen ist Macht”, heißt ein klassischer Spruch. Übertragen auf die Wirtschaft bedeutet dies: Wer mehr weiß als sein Mitbewerber, kann angepeilte Märkte viel leichter erobern, Umsätze generieren und letztlich auch mehr Menschen einen sicheren, zukunftsfähigen Arbeitsplatz geben.

Eine Institution, welche die Schöpfung von neuem Wissen quasi zu ihrem Kerngeschäft erkoren hat, ist die Fachhochschule (FH) Aachen. Zehn Fachbereiche mit rund 220 Professoren tragen kräftig dazu bei, dass der Wissensfluss wohl niemals versiegen wird.

Die Suche nach Lösungen, nach innovativem Know-how soll natürlich nicht um ihrer selbst willen vorangetrieben werden, die Ergebnisse sollen nicht in einem elitären Elfenbeinturm gespeichert werden, sondern sie sollen auf möglichst kurzem Wege schnell hinaus in die Praxis gelangen. Eine gute Gelegenheit für diesen wichtigen Wissensaustausch bietet die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft”. Der Auftakt findet am Mittwoch, 28. März, 18.30 Uhr, in einem Hörsaal der FH Aachen, Eupener Straße 70, statt.

Mit Nachdruck werben dafür Professor Christiane Vaeßen, Prorektorin der FH für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, und Dr. Johannes Mandelartz, Leiter Technologie und Wissenstransfer der FH. „Wir helfen weiter”, ist ihre Maxime. Und die Prorektorin ergänzt: „Technologietransfer funktioniert immer über die Köpfe.” Unternehmen müssten wissen, wer ihnen bei der Lösung von schwierigen Aufgabenstellungen unter die Arme greifen könne. Deswegen seien solche Veranstaltungen bestens geeignet, um nach den passenden Partnern für die gewünschte und erhoffte Problemlösung Ausschau zu halten.

„Wir wollen immer wieder versuchen, die verschiedenen Player zusammenzubringen”, fügt Vaeßen an. Und die Firmenvertreter könnten wohl am besten erfahren, was in den Laboren der FH möglich ist, wenn in diesen Diskussionsrunden erfolgreiche „Best-Practice-Beispiele” aus der Anwendung erläutert werden. Im Rahmen der geplanten Vorträge zum Auftakt, moderiert von unserem Redakteur Robert Esser, stellt zum Beispiel Martin Dohmen vom gleichnamigen Würselener Waagenbau-Unternehmen sein „Erfolgsmodell Technologietransfer in der Praxis” vor.

Hilfe auch für Handwerker

„Uns liegt daran, möglichst langfristige Beziehungen aufzubauen”, bekräftigt die Prorektorin. Und wenn an der FH, die sich als „bodenständig und praxisnah” versteht, einmal wider Erwarten niemand zu finden sein sollte, der bei einer Fragestellung direkt weiterwisse, könnten die „guten Kontakte” etwa zur RWTH Aachen oder anderen FHs in ganz Deutschland durchaus von Nutzen sein, um dort die richtigen Türen zu öffnen, die optimal passenden Ansprechpartner zu vermitteln.

Vaeßen und Mandelartz verweisen auf einen weiteren wichtigen Nutzen einer engen Kooperation zwischen FH und Unternehmen: den sich abzeichnenden Fachkräftemangel. So böten etwa Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten der Studenten eine ausgezeichnete Gelegenheit, eine mögliche Verstärkung für die eigene Belegschaft über einen längeren Zeitraum zu beobachten und so festzustellen, „ob sie zum Unternehmen passt”. Schließlich „bilden wir für die Region aus”. Auch selbst bei der notwendigen Weiterqualifizierung der Mitarbeiter seien die Betriebe bei der FH in guten Händen, macht die Prorektorin deutlich und verweist auf entsprechende Angebote. Im Übrigen suche die Fachhochschule stets auch die enge Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer.

Apropos: Selbst kleine Handwerksbetriebe könne die FH bei der Entwicklung von kreativen Lösungsansätzen für deren Auftragsbearbeitung sehr gut unterstützen, wirbt Vaeßen bei den Inhabern darum, offensiv auf sie zuzugehen „und uns einfach zu fragen”. Es gebe an der FH fast keine Professoren, die sich nicht mit Projekten gemeinsam mit der Wirtschaft beschäftigen. Da komme eine enorme Bandbreite an Spezialwissen zusammen. Beispielhaft nennt Christiane Vaeßen ihre Kollegin Prof. Isabel Kuperjans vom Fachbereich Energietechnik. Deren Institut „Nowum-Energy” kümmert sich um Energieeffizienz-Lösungen in Unternehmen - ein wichtiger (Spar-)Faktor für kostenbewusste Betriebe in Zeiten drastisch steigener Energiepreise: Das ist Wissen optimal passend auf der Höhe der Zeit!

Veranstaltungen auch in Stolberg und Alsdorf

Nach der Auftaktrunde am 28. März geht es weiter am Dienstag, 17. April, 18.30 Uhr, in der Geschäftsstelle Stolberg der Sparkasse Aachen, Rathausstraße 17. Eine dritte Veranstaltung ist für Dienstag, 15. Mai, 18.30 Uhr, im Gewerbepark Alsdorf, Konrad-Zuse-Straße 1, geplant. Anmeldungen sind online möglich über den Link http://www.sparkasse-aachen.de/technologietransfer.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert