Lousberglauf: Mischung aus Spaß und Spitzensport ist Kult

Von: Holger Richter
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Die Schilder stehen schon seit gut einem Monat an der Strecke und bieten den Lousbergläufern optimale Trainingsbedingungen. Am Mittwoch wird´s dann ernst für 2000 Starter. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Warum tu´ ich mir das schon wieder an?” Diese Frage wird sich Susanne Druener am Mittwoch um kurz nach 19 Uhr wieder stellen. Jedenfalls war das in der Vergangenheit bei ihr immer so, wenn sie sich der Herausforderung Lousberglauf gestellt hat.

Sechs Mal ist die Studentin schon mitgelaufen, am Mittwochabend nimmt sie die 5555 Meter und 264 Höhenmeter zum siebten Mal in Angriff.

Zwischen 35 und 45 Minuten - „je nach Tagesform” - braucht Susanne Druener für den Weg den Lousberg rauf und wieder runter. Folglich wird sie gegen 19.35 Uhr wissen, warum sie sich das erneut angetan hat.

„Wenn die Zuschauer an der Strecke einem zujubeln und man spürt, dass sie mit einem fühlen, und wenn man auf der Zielgerade noch mal richtig Gas geben kann, spätestens dann weiß ich, warum ich wieder gestartet bin”, sagt die passionierte Softballspielerin, die mit ihren Teamkollegen an den Start gehen wird.

Damit hat Susanne Druener das auf den Punkt gebracht, was Peter Lynen vom Hochschulsportzentrum (HSZ) mit dem Begriff „Kultveranstaltung” ausdrücken möchte. Denn „einfach Kult” ist der Lousberglauf tatsächlich: Vor rund 30 Jahren ist er von den Studenten in den Wohntürmen an der Rütscher Straße ins Leben gerufen wurde, seit exakt 20 Jahren wird er gemeinsam von den Turmbewohnern und dem HSZ veranstaltet.

Hinzu kommt die „Mischung aus Spaß und Spitzensport”, die den Lauf für Peter Lynen zu etwas Besonderem macht. Zwar wollten die meisten der 2000 Teilnehmer, wie Susanne Druener und Kollegen, nur Spaß haben, „aber der Lousberglauf ist in diesem Jahr erneut das Finale des Uni-Lauf-Cups”, kündigt Lynen den Start der 78 besten Läufer von acht nordrhein-westfälischen Universitäten an.

Und fürs Heimspiel am Mittwoch sieht es für die Teams der RWTH Aachen „sehr gut aus”. Diese Einschätzung stammt von Philipp Nawrocki, dem Teamchef der Aachener Läufer, die mit 21 Sportlern und vier Teams an den Start gehen.

„Unsere erste Mannschaft führt den Cup an, so dass wir große Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung haben”, sagt der erfolgreiche Läufer. Die schärfsten Konkurrenten kommen aus Köln. „Sie werden unter anderem ihre Spitzenläufer, die am Wochenende noch bei den Deutschen Meisterschaften gestartet sind, mit nach Aachen bringen”, weiß Nawrocki, so dass der Lousberglauf für ihn „der bestbesetzte Lauf außerhalb der Bahnwettbewerbe” ist.

Daher glaubt Peter Lynen, dass die Streckenrekorde - aufgestellt von Veronica Pohl 20:02,7 Minuten (2008) und Fahd Mellouk 17:10,6 Minuten (2005) - am Mittwoch in Gefahr geraten könnten.

Die schnellste Frau und der flotteste Mann können übrigens neue Pokale in die Höhe strecken. Hauptsponsor Takeda Pharma hat zwei Glasröhren gestalten lassen, die bei der Siegerehrung gegen 20.30 Uhr erstmals überreicht werden. Schon bewährt haben sich die Gepäckbusse, die die Aseag ab 14.30 Uhr an der Rütscher Straße zur Verfügung stellt. Bis 22 Uhr werden dort die Taschen der Starter sicher und vor allem trocken aufbewahrt.

In den Bussen arbeiten einige von insgesamt rund 180 ehrenamtlichen Helfern. „Gerade in Zeiten von Bachelor- und Masterstudiengängen wird es immer schwieriger, Helfer zu finden, die neben ihrem Studium noch Zeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren”, sagt Steffen Huppertz, der den Lousberglauf für die Wohntürme koordiniert.

Weil aber „der Lauf quasi in unserem Garten erfunden wurde und stattfindet, ist es für viele doch Ehrensache, hier zu helfen”. Auch bei der anschließenden Party rund um die Türme. Denn auch das gehört zur „Kultveranstaltung” Lousberglauf.

Straßensperren und Ausweichparkplätze

Wegen des Lousberglaufs gibt es im Start- und Zielbereich an der Rütscher Straße 118-182 von 16.30 bis etwa 22 Uhr keine Parkmöglichkeiten. Zudem sind einige Straßensperrungen nötig.

In der Zeit von etwa 18.30 bis 20 Uhr werden Nizzaallee, Kupferstraße, Theresienstraße, Rütscher Straße 118-182, Einfahrt Weyhstraße zur Nizzaallee sowie die An- und Abfahrt des Belvedere-Turms gesperrt.

Als Ersatzparkfläche wird zu diesen Zeiten der Bendplatz eingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Zufahrt wird am Veranstaltungstag ausgeschildert.

Alle 2000 Startplätze sind vergeben, es gibt daher keine Nachmeldemöglichkeiten vor dem Rennen.
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