Kein kostenloses Parken mehr: TH stellt Politessen ein

Von: stm
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Aachen. Über allem schwebt das Ziel: saubere Luft. Doch der Weg dahin ist bisweilen steinig. Schon seit Jahren drängt die Stadt die RWTH als größten Arbeitgeber Aachens zur Einführung eines „Job-Tickets”, auf dass die rund 10.000 Beschäftigten der Hochschule und die etwa 30.000 Studierenden vom Auto auf den Bus umsteigen.

Die Diskussion darüber war in der TH schwierig, doch jetzt steht fest: Ab Samstag gibt es auf allen RWTH-Flächen kein kostenloses Parken mehr. Also: entweder einen kostenpflichtigen Parkausweis für fünf Euro pro Monat besorgen oder Bus und Bahn zu vergünstigten Tarifen fahren. Und: „Normalbürger” dürfen auf TH-Flächen ihr Blech gar nicht mehr abstellen, sonst droht der Abschlepphaken.

Doch die Dienstvereinbarung, die zwischenzeitlich zwischen TH-Leitung und Personalrat geschlossen wurde, beinhaltet noch mehr: Studierdende dürfen während der festgelegten Dienstzeit von 7 bis 18 Uhr auch mit Parkausweis nicht im TH-Kernbereich - er umfasst die Hochschulparkzonen H, E, R und L - parken. Studierende müssen ihren Wagen in die neue Zone U pilotieren, die jenseits der Turmstraße von der Hörn bis Melaten reicht und auch das vergrößerte Parkhaus an der Professor-Pirlet-Straße umfasst. Nach 18 Uhr gilt der Studierendenparkausweis dann auch in den anderen Zonen.

Verbote bedingen auch Kontrollen, um sie durchsetzen zu können. Die RWTH hat deswegen eigens neues Personal eingestellt, das für die Parkraumüberwachung zuständig ist, wie Ralf Kaußen, der als Abteilungsleiter für infrastrukturelles Gebäudemanagement für das Gesamtprojekt zuständig ist, erklärt. Also eine Art hochschuleigener Politessen. Kontrolliert wird mittels moderner Elektronik.

Die Parkausweise sind Chipkarten, die gescannt werden können, wenn sie beispielsweise hinter der Windschutzscheibe liegen. Auf dem Ausweis selbst, so betont die TH in einer internen Information, seien keine persönlichen oder personenbezogenen Daten erkennbar. Die notwendigen Daten würden in einer Datenbank gespeichert, dem Überwachungspersonal würden mit dem Lesegerät lediglich die zur Überwachung erforderlichen Daten wie Gültigkeitsdauer, Kfz-Kennzeichen und Parkzone übermittelt. Hinweise zur Person des Ausweisinhabers seien nicht enthalten. Mindestbuchungszeit für den Parkausweis sind sechs Monate.

Jetzt gilt für die TH, erst einmal Erfahrung mit der neuen Materie zu sammeln. Schließlich gibt es auch knifflige Fragen wie jene nach Gästeparkausweisen und der Verfahrensweise bei großen Kongressen und Ähnlichem. Das „Job-Ticket” - also das Ziel des Ganzen - erfreue sich laut Kaußen jedenfalls einer guten Nachfrage. Möglicherweise wird diese noch kräftig anziehen. Der Besucherparkplatz des Klinikums, so sagte Kaußen auf Nachfrage, falle nicht unter die Regelung, da er dem Klinikum selber unterstehe.
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