Ingenieurstudium wird beliebter

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Hamburg. Die Beliebtheit des Ingenieurstudiums nimmt bundesweit zu. 18,9 Prozent der Studienanfänger im Erststudium haben sich 2007 für ein ingenieurwissenschaftliches Fach wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Architektur oder Bauingenieurwesen entschieden.

Im Vorjahr waren es nur 18,2 Prozent gewesen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens CHE Consult. Insgesamt wählten im Sommersemester 2007 und im folgenden Wintersemester 57 886 Studienanfänger ein ingenieurwissenschaftliches Erststudium - 5185 mehr als im Vorjahr. Berücksichtigt wurden nur deutsche Studienanfänger und Ausländer, die ihre Hochschulreife an einer deutschen Schule erlangt hatten.

Der Studie zufolge gibt es ein erhebliches Gefälle zwischen den Geschlechtern. Während bei den Männern fast 30 Prozent der Studienanfänger ein Ingenieurstudium begannen, waren es bei den Frauen weniger als 8 Prozent. Auch im regionalen Vergleich gibt es deutliche Unterschiede. Im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge konnte sich fast jeder Dritte (31,1 Prozent), der dort die Hochschulreife erwarb, für ein technisches Fach begeistern, im Kreis Ostvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern hingegen gerade mal jeder Zehnte (9,6 Prozent). Besonders beliebt sind die technischen Fächer in weiten Teilen Sachsens, Bayerns und Baden-Württembergs.

„Ingenieurwissenschaften sind bei Studenten vor allem in Gegenden populär, in denen Branchen wie der Automobil- und der Maschinenbau traditionell viele Ingenieure beschäftigen”, sagte Sven Renkel vom Verein Deutscher Ingenieure. Auch die Dichte entsprechender Studienangebote spiele eine Rolle, sagte Gunvald Herdin von CHE Consult: „Nicht allen ist es möglich, für ein Studium umzuziehen oder weite Anfahrten in Kauf zu nehmen. Diese Jugendlichen sind bei ihrer Studienwahl zwangsläufig eingeschränkt.”

Auffällig sei zudem, dass im gleichen Zeitraum die Popularität von Mathematik und Naturwissenschaften bei Studienanfängern von 18,5 Prozent auf 18 Prozent zurückgegangen sei. „Wir vermuten, dass die Studienberechtigten, die naturwissenschaftlich oder mathematisch interessiert sind, sich unter anderem aufgrund verschiedener Kampagnen neuerdings mehr für die Ingenieurwissenschaften entscheiden”, sagte Herdin.
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