Hamburg - Infos und Fakten: Studieren in Deutschland

Infos und Fakten: Studieren in Deutschland

Von: Helen Hoffmann, dpa
Letzte Aktualisierung:

Hamburg. Von der Abfallwirtschaft bis zur Zahnmedizin - in Deutschland kann fast alles studiert werden.

Wer bietet ein Studium an?

Es gibt rund 400 Hochschulen. Die meisten davon sind Universitäten und Fachhochschulen (FH), außerdem bieten Kunst-, Verwaltungs-, Theologische und Pädagogische Hochschulen ein Studium an. Der Großteil der Bildungseinrichtungen wird vom Staat betrieben. Ein Uni- Studium ist in der Regel theoretischer ausgerichtet als ein FH- Studium, das den Bezug zur Praxis betont.

Welche Angebote gibt es?

Mit mehr als 10.000 Studienmöglichkeiten - ein Studiengang an einer Uni zählt dabei als eine Möglichkeit - ist das Angebot in Deutschland sehr groß. Allerdings gibt es für viele Studiengänge örtliche Zulassungsbeschränkungen. Das von Männern und Frauen am häufigsten gewählte Fach im Wintersemester 2008/2009 war Betriebswirtschaftslehre. Bei den Männern folgten Maschinenbau und Informatik, bei den Frauen Germanistik und Medizin.

Wie ist die Situation an den Hochschulen?

Für die meisten Studierenden gehören überfüllte Seminare, zu wenige Laborplätze, mangelnde Betreuung und fehlende Bücher zum Alltag. Zugleich gilt die Bausubstanz vieler Hochschulen als marode. Seit der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge klagen viele über zunehmende Verschulung, vollgestopfte Stundenpläne, Klausurenmarathon und Überforderung. Dass in mehreren Bundesländern inzwischen Studiengebühren bezahlt werden müssen, stößt ebenfalls auf heftige Kritik.

Was ist der Bologna-Prozess?

Bis 2010 soll ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum entstehen. Dazu gehört die Einführung einer einheitlichen Studienstruktur mit aufeinander aufbauenden Abschlüssen (Bachelor, Master, Promotion) sowie einem Leistungspunktesystem (ECTS). Der Prozess begann 1999, als die Wissenschaftsminister von 29 europäischen Staaten eine entsprechende Erklärung in der italienischen Hochschulstadt Bologna unterschrieben. Inzwischen ist die Zahl der Unterzeichner-Staaten auf mindestens 46 angewachsen.
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