Aachen - Im Studentenwerk kriselt es weiter

Im Studentenwerk kriselt es weiter

Von: Markus Portenkirchner
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Aachen. Nach der konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrats des Aachener Studentenwerks ist das Gremium wieder komplett besetzt.

Einstimmig fiel der Entschluss, Dr. Ing. Harald Nadzeyka als unabhängiges Mitglied aufzunehmen. Die Stelle wurde vakant, nachdem der frühere Vorsitzende des Verwaltungsrats, Dr. Walter Fricke (64), sein Amt zur Verfügung gestellt hatte.

Nadzeyka studierte an der RWTH und promovierte 1977 am Institut für Rationalisierung (FIR) der RWTH. Über Jahre war er als Unternehmensberater tätig, engagiert sich aber auch in der Lokalpolitik und ist sportpolitischer Sprecher der Aachener FDP. Die AStA-Vorsitzende Kerstin Arlt von der Liste Studium - die sich ebenfalls für die FDP engagiert - freut sich: „Wir sind überzeugt, dass er die Interessen der RWTH Aachen und vor allem der Studierenden gegenüber der Geschäftsführung des Studentenwerks konsequent vertreten wird.”

Vorsitzender des Verwaltungsrats wird nach mehreren Jahren wieder einer der drei studentischen Vertreter: Tim Steinbrecher, der der Liste Studium angehört. Auch darüber zeigt sich die AStA-Vorsitzende höchst erfreut: „Wir sind stolz, dass jemand aus unseren eigenen Reihen nun diese große Verantwortung trägt.”

Dass das Verhältnis zwischen Geschäftsführung und Verwaltungsrat weiter nicht zum Besten steht, zeigte der öffentliche Teil der Sitzung. Vor allem der studentische Vertreter Bernd Schmidt brachte harte Kritik an. Nach „Gutsherrenart” verteile Geschäftsführer Dirk Reitz die Sozialbeiträge der Studierenden. Reitz hingegen verwies darauf, dass auch Schmidt in den vergangenen Jahren als Verwaltungsratsmitglied die jährlichen Wirtschaftspläne mit abgesegnet habe. Reitz erklärte, ebenfalls mehr Transparenz zu wollen, jedoch führe eine stärkere Aufschlüsselung der einzelnen Posten zu einem enormen Verwaltungsaufwand. Die Geschäftsführung setze jedoch im Sinne aller Beteiligten auf ein „schlankes Management”.

Man wirtschafte gut, obwohl die schwarz-gelbe Landesregierung statt 3,5 Millionen nur noch 2,7 Millionen Euro jährlich zuschieße. Zudem seien die Lebensmittelkosten 2008 um 400.000 Euro und die Personalkosten in den vergangenen zwei Jahren um knapp eine Million Euro gestiegen. Trotzdem ergebe sich ein Überschuss von 957.000 Euro, und die Zahl der verkauften Essensportionen steige, so Reitz.

Umbaupläne

Einstimmig beschloss der Verwaltungsrat, die Cafeteria in der Hochschulbibliothek auf Automaten umzurüsten. Desweiteren soll die Mensa in der Bayernallee umgebaut werden. Ersatzweise sollen Räume der Aachen-Münchner Versicherung genutzt werden. Die Mensa in der Eupener Straße soll saniert werden. Zudem steht das Studentenwerk in Verhandlungen mit der Landesregierung, um Mittel für einen Mensa-Neubau in der Hohenstaufenallee zu bekommen.
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