Hochschulen behalten Teil der Studiengebühren ein

Von: ddp
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Düsseldorf. Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen geben die Einnahmen aus den Studiengebühren nicht vollständig wieder aus.

Wie eine am Mittwoch vom Wissenschaftsministerium veröffentlichte Umfrage unter den Hochschulen mit Gebühren ergab, standen Einnahmen in Höhe von 266 Millionen Euro Ausgaben in Höhe von 232 Millionen Euro gegenüber.

Von den insgesamt rund 540 Millionen Euro, die die Hochschulen seit Wintersemester 2006 an Studienbeiträgen eingenommen haben, waren rund 80 Prozent ausgegeben oder fest verplant worden.

Vier Universitäten und neun Fachhochschulen hatten zum Jahreswechsel von den ihnen im vergangenen Jahr zur Verfügung stehenden Geldern aus Studienbeiträgen weniger als zwei Drittel ausgegeben oder fest verplant.

Diese „Nachzügler” habe man aufgefordert, „den Überhang noch bis Jahresmitte durch Maßnahmen für die Verbesserung von Studium und Lehre deutlich zu reduzieren”, teilte das Wissenschaftsministerium weiter mit.

Mit der umfassenden Evaluierung der Verwendung von Studienbeiträgen sind auch in diesem Jahr wieder der Stifterverband und das Studentenwerk vom Land beauftragt worden. Deren Studie wird im Herbst erwartet und Parlament und Öffentlichkeit vorgestellt.

2006 hatte die schwarz-gelbe Landesregierung ein Gesetz beschlossen, wonach die 33 staatlichen Universitäten und Fachhochschulen in NRW Studiengebühren erheben dürfen.

An 29 dieser Hochschulen gibt es mittlerweile Studiengebühren. In der Regel sind dies 500 Euro pro Semester. Nur die Kunstakademie Düsseldorf, die Fachhochschule Düsseldorf, die Fernuniversität Hagen und die Kunsthochschule für Medien in Köln nehmen keine Gebühren.
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