„Helle Köpfe” schnuppern Hochschulluft

Von: Robert Baumann
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Freuen sich mit den „Hellen K
Freuen sich mit den „Hellen Köpfen” über eine gelungene Kursreihe an der FH Aachen: FH-Prorektor Professor Helmut J. Jakobs (links) und Projektkoordinatorin Roxana Riewe (rechts). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Sichtlich stolz strahlten die „hellen Köpfe” bei der Präsentation ihrer Ergebnisse um die Wette.

„Wir haben herausgefunden, woraus Aluminium besteht und wofür man es verwenden kann - zum Beispiel zum Bau von Luftschiffen. Und das es nicht brennbar, aber leicht formbar ist”, erklärten Leonie und Luca begeistert. „Und wir wissen jetzt wie ein Ipad funktioniert und dass es im Touchpad ein Stromleitungsraster gibt”, sagte die kleine Julia.

15 ausgewählte Kinder

Das neue Wissen haben sich die insgesamt 15 ausgewählten Kinder von Aachener Grundschulen im Laufe des Wintersemesters an der Fachhochschule (FH) Aachen angeeignet. Diese bot den Viertklässlern im Rahmen des „Aachener Modells zur Förderung hochbegabter Kinder in Grundschulen” von Stadt und Städteregion eine vorwiegend ingenieurwissenschaftliche Kursreihe an.

„Mit diesen Veranstaltungen wollen wir Kinder und besonders Mädchen schon frühzeitig für technische Berufe begeistern”, erklärt FH-Projektkoordinatorin Roxana Riewe. Im jungen Alter sei das Interesse für die Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) noch nicht geschlechtsspezifisch.

Besonders erfreut ist die FH daher über den Zuwachs an Mädchen: Waren im vergangenen Jahr zur Premiere des Projekts nur zwei der 12 Teilnehmer weiblich, waren es in diesem Jahr bereits acht Mädchen. „Das ist eine enorme Steigerung”, freut sich Professor Helmut Jakobs, Prorektor der FH. „Die Kinder haben sich mit großem Interesse und viel Spaß an dem Projekt beteiligt. Sie konnten erste Eindrücke von einer Hochschule sammeln und ausloten, welche Perspektiven ihnen ein Studium bieten kann.”

Computer zum Anfassen

Und Eindrücke sammelten die Neun- bis Zehnjährigen bei der elfteiligen und vielfältigen Kursreihe reichlich. Im Workshop „Zaubern mit RFIDs” brachte Professor Martin Oßmann den Schülern Funktion und Verwendung von drahtlos arbeitenden Transpondern (RFIDs) näher, wie zum Beispiel bei der automatischen Verbuchung von Entleihungen in Bibliotheken.

Im Kurs „Computer zum Anfassen” wurde den Kindern die Verwendung von Touchscreens erläutert. „Die FH hat den Stoff so runtergebrochen, dass er für Schulkinder verständlich ist”, sagte Christoph Esser, Schulrat des Schulamtes für die Städteregion Aachen, und appellierte an die hellen Köpfe: „Bleibt weiter neugierig und interessiert!”

Unterstützt wurde das von November bis Februar laufende Projekt von der Bürgerstiftung der Sparkasse. „Wir wollen der Region, in der wir tätig sind, auch etwas zurückgeben und mit diesem Projekt den Nachwuchs fördern”, betonte Dr. Christian Burmeister, Geschäftsführer der Bürgerstiftung.

Die FH will aufgrund des großen Erfolgs als Kooperationspartner des Aachener Modells auch in Zukunft weiter Kurse für wissbegierige Kinder anbieten.
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