Geldsorgen von Studenten nehmen zu

Von: dpa
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Immer mehr Studenten haben Geldsorgen. Foto: ddp

Berlin. Studenten leiden offensichtlich zunehmend unter Geldsorgen: Immer mehr von ihnen suchen Hilfe in Sozialberatungen. Darauf weist das Deutsche Studentenwerks (DSW) in Berlin hin.

Den Angaben zufolge ist die Zahl solcher Beratungen 2008 im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Viertel (27 Prozent) auf rund 72.000 gestiegen. Die Studienfinanzierung gehört in diesen Beratungen zu den wichtigsten Themen.

„Die neuen Bachelor-Studiengänge erhöhen Zeit-, den Leistungs- und Finanzierungsdruck”, sagt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Viele können wegen der dichten Stundenpläne und der vielen Prüfungen keinem Nebenjob nachgehen.” Das führe zu finanziellen Problemen. Derzeit jobben dem DSW zufolge fast zwei Drittel (63 Prozent) aller Studenten. Ein Drittel ist sogar auf den Nebenjob angewiesen.

Der Druck im Bachelor schlägt anscheinend auch auf das psychische Befinden: So wurden 2008 mit rund 80.000 psychologischen Beratungsgesprächen ein Fünftel (knapp 21 Prozent) mehr als im Vorjahr verzeichnet. Mehr als 23.000 Studenten ließen sich im vergangenen Jahr psychologisch beraten, 9 Prozent mehr als 2007. Zu den häufigsten Problemen gehörten Lern- und Arbeitsstörungen, Prüfungsangst und depressive Verstimmungen.

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