FH mit freundlicher Ausstrahlung

Von: Sarah Sillius
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Stellen die Pläne für das neue FH-Verwaltungsgebäude vor: FH-Rektor Markus Baumann, BLB-Chef Harald K. Lange, Architekt Jürgen von Brandt, Juror Ulrich Hahn, FH-Kanzler Reiner Smeetz (v.l.). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Wir brauchen ein Gesicht”, erklärt Professor Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, während er zwischen vielen kleinen Modellen steht. Es sind die 27 Arbeiten des Realisierungswettbewerbs zum Neubau des FH-Verwaltungsgebäudes an der Bayernallee, der vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW ausgeschrieben wurde.

Das neue Gesicht wird die Verwaltung der Hochschule nun bekommen. Und wie das aussehen wird, das steht jetzt auch fest. Der Gewinner des Wettbewerbs ist der Entwurf des Aachener Architekten Jürgen von Brandt.

Er wird mit einem Preisgeld von 30.000 Euro ausgezeichnet und noch viel wichtiger: Von Brandt wird das Gebäude bauen dürfen. Mit seinem Entwurf hat er die Jury rund um den Architektur-Professor Ulrich Hahn überzeugt. „Uns gefiel die Geste des Gebäudes, die sympathisch und nicht so imposant wirkt”, erklärt Hahn: „Damit passt das Gebäude zu denen, für die es steht, nämlich zu den Studenten.”

Genauer definieren lässt sich der charakteristische Hauptteil des Bauwerkes als Glas-Kubus. Darin werden die einzelnen Verwaltungsabteilungen Platz finden. „Die Räume sollen offen und lichtdurchströmt sein”, kündigt der Architekt an. „Und nachts wird der Kubus leuchten.”

Unter diesem Bauelement wird sich eine nach außen ragende Ebene aus Holz befinden, die den Studenten Raum geben soll. „Jeder Entwurf soll sich aus den Gegebenheiten des Ortes heraus entwickeln. Ich habe die vorhandenen Fluchten und Höhen berücksichtigt”, erläutert von Brandt.

Bislang ist die FH-Verwaltung an vier verschiedenen Standorten untergebracht: Rektorat und zentrale Dienste in Kalverbenden, Datenschutz, Justiziariat und Akademisches Auslandsamt in Gebäuden in der Bayernallee und der Hohenstauffenallee, Studierendensekretariat und weitere Dezernate in der Stephanstraße und im Boxgraben.

„Wir wollen mit dem Gebäude nach außen hin zeigen, dass wir eine freundliche Hochschule sind”, erklärt Baumann und merkt an, dass viele der bestehenden Gebäude ausgelastet sind: „Der Senatssaal musste schon zum Großraumbüro umfunktioniert werden.”

Der neue Kubus soll bald allen Serviceeinrichtungen einen gemeinsamen Platz bieten: Auf rund 3350 Quadratmetern werden mehr als 120 Arbeitsplätze eingerichtet. Die geschätzten Baukosten von 10 Millionen Euro finanziert das Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes NRW.

Straffer Zeitplan

Die Beteiligten haben sich einen straffen Zeitplan auferlegt: Spätestens Ende 2012 soll das Gebäude fertiggestellt sein und der FH neues Profil geben.

Die 27 Wettbewerbsarbeiten sind in der FH Aachen, Bayernallee 9, Bauteil 7, 1. Obergeschoss, ausgestellt. Die Ausstellung kann noch am Mittwoch und Donnerstag, 5. und 6. Mai, jeweils von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden.
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