FH-Diplomarbeiten: Fahrradanhänger als Minizelt

Von: Martina Stöhr
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Der Fahrradanhänger wird zum Minizelt: Eine der Ideen, die bei der Diploma-Ausstellung präsentiert wird. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Ein innovatives Regalsystem für die Küche, dass sich individuell gestalten lässt, ein Campinganhänger fürs Fahrrad, der sich zu einem Minizelt aus klappen lässt und Platz für die wichtigsten Campingutensilien bietet, oder ein kleiner Führer, der die wichtigsten Sitten und Bräuche europäischer Länder vorstellt, um Missverständnisse zwischen den Kulturen zu vermeiden.

Beeindruckende Vielfalt zeigen die Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule in ihren Diplomarbeiten.

Entsprechend zufrieden zeigt sich die neue Dekanin des Fachbereichs, Prof. Ilka Helmig: „Die Ergebnisse sind ein wunderbarer Beweis für das Gespür unserer Studierenden.” Sie fänden mit Leichtigkeit topaktuelle Themen.

Und das Ergebnis kann sich tatsächlich sehen lassen. Florian Götze etwa ließ sich vom aktuellen Anspruch an Nachhaltigkeit inspirieren und kreierte einen Kühlschrank mit einem neuen Energiekonzept. Das Kühlaggregat wird allein mit Sonnenstrahlen betrieben und könnte vor allem auch in Entwicklungsländern mit unzureichender Stromversorgung zum Einsatz kommen. In seinem Projekt verbindet sich Design mit innovativer Technologie.

Laut Prof. Helmig sind der Phantasie der Studenten keine Grenzen gesetzt. Sie können ihr Thema frei wählen und gestalten. Dass einige mit namhaften Firmen kooperieren, mag ein Beweis für die Qualität der Fachhochschule sein. So gestaltete Daniela Loraing in Kooperation mit Philips ein modulares Leuchtensystem mit dem Namen Aurora, und Karoline Fesser entwarf für ein holländisches Möbelhaus die „Woonlinge”: das sind Sitzgelegenheiten, die sich flexibel kombinieren lassen und deren kreisförmige Formen an Pilze oder Blumen in der freien Natur erinnern.

Regeln brechen, über den Tellerrand schauen und Herkömmliches in Frage stellen: Darin liegt nach Meinung von Prof. Helmig das große Potenzial ihrer Studenten. Sind Kommunikations- und Produktdesign heute noch zwei getrennte Studiengänge, sollen sie in Zukunft zunehmend miteinander verschmelzen. Die Ausstellung der Diplomarbeiten sei der Auftakt, sagt Helmig. Sie denkt an große Projekte, an denen Kommunikations- und Produktdesigner gemeinsam arbeiten. Der Markt sei ständig in Bewegung, und die Berufsaussichten der Designer seien gut, sagt sie. Sie könnten sich ihre Nischen schaffen und individuelle Angebote erarbeiten.

Die „Diploma-Ausstellung” kann am Samstag, 13. Februar, noch von 11 bis 18 Uhr am Boxgraben 100 besucht werden.
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